Harroway | Rivalen aus Leidenschaft | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 9, 160 Seiten

Reihe: Baccara Club

Harroway Rivalen aus Leidenschaft


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-3840-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 9, 160 Seiten

Reihe: Baccara Club

ISBN: 978-3-7337-3840-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Harley kann es nicht glauben: Ausgerechnet Jack Demont, ihr Schwarm aus Teenager-Jahren und jetzt Architekt, schnappt ihr das Morris Building vor der Nase weg, mit dem Harley viel Besseres im Sinn hat. Die erbitterte Rivalität zwischen ihren Familien brandet hoch - genau wie die erotische Spannung zwischen ihnen. Als sie der heißen Leidenschaft wieder und wieder nachgeben, stellt sich nur noch eine Frage: Können Harley und Jack den alten Groll hinter sich lassen, oder holt die Vergangenheit sie ein?



JC Harroway beschreibt sich selbst als "liebesromansüchtig". Für ihre Autorinnenkarriere gab sie sogar ihren Job im medizinischen Bereich auf. Und sie hat es nie bereut. Sie ist geradezu besessen von Happy Ends und dem Endorphinrausch, den sie verursachen. Die Autorin lebt und schreibt in Neuseeland.

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1. KAPITEL

Zahllose Kabel schlängelten sich über den Beton, und mit einem der zehn Zentimeter hohen Absätze ihrer handgefärbten Schuhe blieb sie darin hängen, stolperte fluchend und knickte um.

Harley Jacob rang nach Luft und wartete, bis der Schmerz wieder nachließ. Sie runzelte die Stirn beim Anblick des Kratzers auf ihrem petrolfarbenen Schuh, der farblich perfekt zu ihrem Kaschmirkleid passte. Es war das Kernstück der Herbstkollektion ihres Modelabels.

Seufzend verdrängte sie den Frust. Ihr heutiger Plan war wichtiger als hundert Paare dieser handgefärbten Schuhe.

Um nicht noch einmal zu stolpern, bahnte sie sich nun äußerst vorsichtig ihren Weg und achtete bei jedem Schritt darauf, nicht auf das Wirrwarr aus Kunststoffrohren, gefährlich aussehenden Elektrowerkzeugen und aufgestapeltem, staubigem Baumaterial zu treten.

Dieser saudumme Bauunternehmer!

Wer immer auch das Sagen bei Demont Designs Architecture and Property Development haben mochte, er hetzte nicht nur von Termin zu Termin, sondern hatte auch vollkommen unerwartet Harleys Ankauf des Morris-Buildings zum Stillstand gebracht. Dieser Kauf sollte bereits in wenigen Tagen abgeschlossen werden, und jetzt lag der ganze Deal plötzlich ohne jede Erklärung auf Eis.

Am Ende des Raums stand eine Gruppe von Männern eng zusammen. Harley versuchte, nicht daran zu denken, wie albern sie mit dem Helm und der gelben Warnweste aussah. Für sie war so ein Aufzug die reinste Demütigung.

Mit jedem Schritt wuchs ihre Entschlossenheit. Bei diesem Deal ging es ihr nicht um den Ruf ihrer Familie, die hier in New York zum elitären Immobilienadel gehörte, vielmehr wollte sie ihrem Modelabel und ihren wohltätigen Unternehmungen zum Erfolg verhelfen.

Dieser Deal war für sie etwas Persönliches. Sie durfte auf keinen Fall schon wieder versagen.

Als sie sich der Gruppe näherte, die genau wie sie Schutzausrüstung und Warnwesten trug, wurde das ohrenbetäubende Hämmern leiser.

Anscheinend hatten die Männer das Klacken ihrer Absätze gehört, denn sie drehten sich allesamt zu ihr um und die Unterhaltung erstarb augenblicklich.

Selbstbewusst hob sie das Kinn. Sie würde sich nicht abwimmeln lassen. Sie hatte schließlich genug Erfahrung darin, sich in Männerdomänen durchzusetzen.

Genau wie ihre beiden Geschwister hatte auch sie in den Schulferien immer im Familienunternehmen gearbeitet. Aber während ihr Bruder und ihre Schwester Akten sortiert und Anrufe entgegengenommen hatten, hatte Harley wegen ihrer Dyslexie immer nur Papierkörbe ausgeleert und Kaffee für die ihrem Vater unterstellten Manager gekocht.

„Ich suche Mr. Demont.“

Die Gruppe teilte sich vor ihr. Belustigt und neugierig sahen die Männer zu dem Mann hinüber, der sich mitten in der Gruppe über einen aufgeklappten Laptop gebeugt hatte und sich jetzt langsam aufrichtete. Der Blick, mit dem er Harley musterte, war durchdringend.

„Ich bin Jack Demont.“

Harley rang nach Luft. Nein, das konnte einfach nicht sein! Jack? Jacques? Jacques Lane?

Fassungslos musterte sie ihn. Der Mann, den sie hier treffen wollte, war Jacques Lane? Eine sexy Aura umgab ihn. Heute war er ein erwachsener Mann, damals war er ein junger Kerl gewesen, den sie angehimmelt und zu lieben geglaubt hatte.

„Kann ich Ihnen helfen?“

Auch wenn er sie nicht zu erkennen schien, bestand für Harley kein Zweifel. Immer noch besaß er einen Hauch von dem französischen Akzent, bei dem sie einst vor Lust die Zehen in ihren Designerschuhen angespannt hatte.

Er sah sie aus seinen meeresblauen Augen einen Moment lang eindringlich an. Ihr Verstand war plötzlich wie benebelt.

Er wandte den Blick nicht von ihr ab, doch seine Pupillen weiteten sich fast unmerklich.

Harley presste die Schenkel fest aneinander. Seltsam, wie rasend schnell sich Ärger und Frust in brennende Erregung verwandeln konnten, und das alles nur wegen dieses Mannes, den sie gar nicht mehr kannte! Er war Teil ihrer Vergangenheit, und jetzt war er es offenbar, der den Deal ohne ersichtlichen Grund zum Stillstand gebracht hatte.

Entschlossen gab sie sich so herablassend wie nur möglich. „Könnten Sie mir einen Moment Ihrer wertvollen Zeit schenken?“

Verdammt! Sogar ihre Stimmbänder verkrampften sich bei seinem Anblick. Sie klang irgendwie heiser und atemlos.

Schnell räusperte sie sich. Es war an der Zeit, hier die Oberhand zu gewinnen.

Wollte Jack wirklich so tun, als würde er sie nicht kennen und nicht wissen, wieso sie ihn hier aufsuchte? Harley würde nicht klein beigeben. Sie trat einen Schritt vor und legte die Akte und ihre Handtasche auf die Baupläne auf dem Tisch.

Wenn Jack Demont glaubte, er könne sie in diesem Männerumfeld einschüchtern oder dadurch, dass ihre Familien vor neun Jahren im Streit jeden Kontakt abgebrochen hatten, dann hatte er anscheinend ihre Erziehung durch ihren knallharten und rücksichtslosen Vater vergessen, der Harley entweder mit Geringschätzung behandelt oder sie auf ihre Misserfolge aufmerksam gemacht hatte. Er hatte nie verbergen können, wie enttäuscht er von ihr war.

Jacks Lippen zuckten kurz, als er den Blick abwandte und seinen Laptop zuklappte. „Gentlemen, entschuldigen Sie uns bitte. Für weitere Fragen steht Ihnen jetzt der Vorarbeiter zur Verfügung.“

Bei seinem beißenden Tonfall und seinem kalten Blick fiel Harley wieder ein, wieso sie eigentlich hier war. Der Vertrag. Die Unterschrift.

Die Männer zogen sich zurück. Zwischen Harley und dem Mann, der jetzt unter einem anderen Namen lebte, war nichts mehr als eine gemeinsame Vergangenheit und eine prickelnde erotische Spannung.

Ja, ein paar aufregende Monate lang hatte sie geglaubt, den Teenager Jack zu lieben, denn in ihrer damaligen Naivität hatte sie noch an Liebe und Romantik geglaubt.

Aber vielleicht empfand ja auch nur sie diese überwältigende Anziehungskraft, und Jack erkannte sie tatsächlich nicht. Möglicherweise hatte es ihm überhaupt nichts ausgemacht, dass sie damals ohne jede Erklärung mit ihm Schluss gemacht hatte. Hatte er sie schon in dem Augenblick vergessen, als er mit seiner Familie nach Frankreich zurückgekehrt war? Waren Harleys Gewissensbisse und der Liebeskummer vielleicht vollkommen unnötig gewesen?

Damals hatte sie von dem perfekten Mann geträumt, doch heute wusste sie, dass es diesen perfekten Mann nicht gab.

Im Laufe der Jahre hatte Jack sich verändert, doch das stand ihm sehr gut. Das dunkelblonde Haar trug er jetzt kürzer, anstatt der jugendlich-wilden Mähne war das Haar jetzt an den Seiten und hinten kurz geschnitten.

Der jungenhafte Charme war ebenfalls aus seinem gut aussehenden Gesicht verschwunden.

Vor ihr stand ein Mann mit hochgekrempelten Ärmeln und gebräunten, muskulösen Unterarmen. Die Männlichkeit schien ihm aus jeder Pore zu strömen.

Schon sein Blick bewies Harley, wer hier das Sagen hatte. Er strahlte Macht aus mit seiner stolzen breiten Brust, seiner Körpergröße und seiner unnachgiebigen Haltung.

Harley holte tief Luft. „Ich …“

„Was kann ich für Sie tun?“

Sie hatten gleichzeitig gesprochen.

Beide verstummten und sahen sich erneut durchdringend an.

Harley sammelte ihre Entschlossenheit und versuchte, sich nicht von den lustvollen Erinnerungen ablenken zu lassen. Endlich traf sie den Mann, der als ihr Verhandlungspartner den Ankauf des Gebäudes aufhielt. Sie würde sich seine Unterschrift unter dem Vertrag holen, und dann würden sie sich niemals wiedersehen.

Durch die Feindschaft zwischen den Lanes und den Jacobs war sie im Vorteil. Sie kannte ihre Feinde nämlich. Das hier war ihr Schlachtfeld, und es war ihr Traum, der auf dem Spiel stand. Auch wenn sie den Ansprüchen ihres Vaters nicht genügte, so war sie immer noch eine Jacob.

Mit seiner Abfälligkeit hatte ihr Vater ihr über Jahre hinweg harte Lektionen erteilt. Jeder Tag war für sie ein Kampf mit den Erwartungen anderer und mit ihren persönlichen Grenzen, die ihr durch ihre Dyslexie gesetzt wurden, gewesen. Es brauchte deshalb mehr als Jacks erotische Ausstrahlung, um sie vom Kurs abzubringen.

Immer noch blickte er sie durchdringend und sinnlich an, als sei er in Gedanken bereits dabei, ihr das Kaschmirkleid vom Körper abzustreifen, aber es kam ihr dennoch nicht so vor, als würde er sie wiedererkennen.

Allerdings konnte Jacks Ahnungslosigkeit auch ein Vorteil für sie sein. Jetzt würde sie es nämlich sein, die ihn aus dem Gleichgewicht brachte. „Erinnerst du dich nicht mehr an mich?“

„Oh, ich erinnere mich sehr gut an dich, Harley.“ Eindringlich musterte er sie von Kopf bis Fuß. Sein Lächeln reichte allerdings nicht bis zu den Augen.

Harley spürte seine Blicke wie ein Kribbeln überall am Körper.

Erst jetzt registrierte sie, was er gesagt hatte. Die lustvolle Glut in ihr erstarb, und ihr wurde kalt.

Jack hatte den Verkauf also ganz bewusst gestoppt. Welche Erklärung konnte es sonst dafür geben? Versuchte er, sich mit dieser Verzögerung für den Streit zwischen ihren Familien zu rächen? Oder ging es ihm bei dieser Rache ausschließlich um Harley?

Sie schob eine Hüfte vor und stützte sich mit einer Faust darauf. „Wirklich?“

Mit Abfälligkeit oder Ärger hatte sie gerechnet, denn schließlich hatte sie ihn vor Jahren urplötzlich fallen...



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