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E-Book, Deutsch, 164 Seiten

Müller Freiheit

Vom Leben und Sterben eines Phantoms
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7448-6037-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Vom Leben und Sterben eines Phantoms

E-Book, Deutsch, 164 Seiten

ISBN: 978-3-7448-6037-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die Überraschung ist: Im Tode stirbt gar nichts. So dramatisch der Tod aus der Sicht des scheinbar Lebenden wirken kann, so wenig ist er es, wenn er geschieht. Er ist nichts. So wenig es den Lebenden gibt, gibt es nämlich seinen Tod. Das ganze Drama des Lebenden, sich durchs Leben zu kämpfen, endlich herauszufinden, endlich anzukommen, es endlich zu schaffen. Nichts weiter als ein Traum. Verpufft. Einfach so. Am Kreuz, beim Bäcker, zuhause. Ob laut und schrill oder leise und still. Was bleibt, ist das, was alles ist. Was bleibt, ist das Unbekannte. Was bleibt, ist Selbst, das nicht gekannt wird.

Andreas verweist in seinen Talks auf die natürliche Realität. Ungeteiltes Sein, das weder gekannt noch erfahren werden kann.
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OnenessTalks mit Andreas


Real


A: Nein, natürlich nicht. Es gibt nur das, was scheinbar passiert. Sitzen, sprechen, sich anschauen... usw. Das ist „es“.

A: Naja, es gibt eben keine Sache namens Einheit, sondern nur das, was scheinbar passiert. Da es unkennbar ist, kann man es nennen, wie man will. Es bleibt trotzdem unkennbar.

Das scheinbare Ich ist darauf angewiesen, etwas Reales zu finden. Das ist die Realität, die es kennt und in der es sucht. Es sucht etwas, das es finden, wissen oder haben kann und auf das es sich verlassen kann. Eine absolute Einheit zum Beispiel, ein absolutes Wissen, ein beständiger Zustand von Ausgeglichenheit und Freude. Doch nichts davon existiert, natürlich auch nicht das Gegenteil. Es gibt auch nicht nur das Relative, das Ungenügende und Unbeständige. Das Einzige, was existiert, ist das, was scheinbar passiert. Und das ist „es“. Oder: Das scheinbare Relative ist absolut alles! Das ist das Wunder. Es gibt gar nichts anderes. Diese Totalität ist Freude!

A: Du kannst sie nicht haben. Sie ist unkennbar, weil sie keine Erfahrung ist.

A: Nichts natürlich. Das scheinbare Ich sucht nach persönlicher Erfüllung innerhalb seines Erfahrens. Das ist das Einzige, was es kann, denn zu erfahren ist alles, was es hat. Es lebt nur in persönlichem Erfahren. Deshalb erlebt es auch nur einen Teil des Ganzen, nämlich das, was es erlebt. Innerhalb dieses Teils sucht es nach dem Absoluten. Das Dilemma ist, dass dieser Teil nicht als Teil existiert. Das scheinbar Erfahrene ist nichts Getrenntes. Das ganze Setup aus „Ich erfahre etwas“ ist illusionär und somit auch alles, was in dieser scheinbaren Erfahrungswelt geschieht.

A: Du bist gar nicht drin! Es ist die Illusion des scheinbaren Ich, in der Illusion zu sein und daraus aufwachen zu können.

A: Nein, kannst Du nicht. Wer sollte aufwachen? Und vor allem, wohin? „Ich bin“ möchte aus seinem schleimigen, menschlichen, relativen Leben ins Absolute, Reine, Göttliche erwachen. Es möchte aus seiner Erfahrung in eine bessere, höhere Erfahrung erwachen. Das kann zwar so erscheinen, bleibt aber innerhalb des Erlebens von „Ich bin“ und damit unmöglich. Dass „Ich bin“ existiert und nur erfährt, lässt das, was scheinbar passiert, in seinem Erleben ungenügend erscheinen, während das Absolute jenseits davon vermutet wird. Das ist der Traum. Nur zu erfahren ist die künstliche Realität – eine Realität, die, zum Glück, selbst nicht real ist.

A: Wäre sie real, wäre es die Hölle. Wäre Trennung real, wäre sie real. Aber so wird sie nur als real erlebt, ohne es wirklich zu sein. (lacht)

A: Ja, so ist es. Für „Ich bin“ ist „Ich bin“ absolut real.

A: Es ist überhaupt kein Trost. „Ich bin“ hat zu „irreal“ keinen Zugang. Den wird es auch nie haben, bzw. es besteht nur daraus, ihn nicht zu haben.

A: Nein, natürlich nicht. Wem sollte geholfen werden?

A: Aber da ist niemand. Dieses ganze Setup ist illusionär. Niemand wird eins, denn niemand ist getrennt.

A: Ja, natürlich. Auch das ist das, was scheinbar passiert. (lacht auch)

Bewusst/Unbewusst


A: Ja und nein. Erstmal geht es um gar nichts. „Befreit“ kann man nicht werden, denn da ist niemand, der befreit oder nicht befreit sein könnte. Und ja, es ist nicht wirklich das Gegenteil von Bewusstsein, sondern eher jenseits von Bewusstsein – jenseits des Spiels von bewusst und unbewusst.

A: Naja, scheinbar jenseits. Bewusstsein ist illusionär, also ist ein bewussteres Bewusstsein ebenso illusionär. Es hat in Bezug hierauf keine Bedeutung. Befreiung ist das Ende der Illusion von Bewusstsein als realer Instanz. Aber auch das ist eine Geschichte, denn weder Bewusstsein noch die Illusion davon waren jemals real.

A: Macht nichts.

A: Ja, das kann durchaus so wirken. Wenn das scheinbare Ich, das nur darin lebt, sich als bewusst zu erleben, verpufft, kann sich das anfühlen wie unbewusst werden. Im Ende von „Ich bin“ ist allerdings niemand unbewusst, es ist einfach das Ende von Bewusstsein als Realität, als reale Instanz.

A: Kein „und“. Es spielt keine Rolle – es rückt nur alles an den richtigen Platz. Scheinbar zumindest, denn es war immer alles „richtig“.

Frieden


A: Naja, was Du suchst, ist eine friedliche Erfahrung bzw. eine dauerhafte friedliche Erfahrung. Und die gibt es nicht. Eine friedliche Erfahrung kann zwar erscheinen, aber sie hat keine Bedeutung. Das, was Frieden sucht, lebt in der Illusion des Unfriedens. Und das, was in dieser Illusion lebt, ist selbst nicht real. Frieden ist die natürliche Realität.

A: Richtig. Du kannst ihn nicht erfahren, weil Du nichts anderes bist. Solange es einen Erfahrenden gibt, wird dieser im Unfrieden sein.

A: Weil es absolut in Frieden ist. Niemand beeinflusst es, niemand manipuliert es, niemand lenkt es. Es ist absolut frei, so zu sein, wie es ist. Das ist Frieden. Aber wie schon gesagt: ein Frieden, der keine Erfahrung von sich braucht. Ein Friede, der keinen Frieden braucht, aber auch als dieser erscheinen kann. Das scheinbare Ich möchte wonniglich im Frieden baden, als wäre er eine Erfahrung.

A: Nicht-etwas. Letztendlich ist es nicht mal Friede.

A: Ja, natürlich. Es ist das Einzige, was es kennt: zu erfahren. „Ich erfahre etwas“ ist der Traum. Weil über allem der Schleier des persönlichen Erfahrens liegt, bleibt er verborgen. „Ich bin“ erfährt eben nur; das macht es fad.

A: Es gibt keine unpersönliche Erfahrung in dem Sinn, dass diese dann Befreiung wäre.

A: Nichts. Es gibt sie nicht. Sie ist das Ende des energetischen Setups aus „Ich erfahre etwas“ – ein Setup, das aber niemals real war.

A: Ja, aus der Sicht des scheinbaren Ich ist es das. Erst im Tod stellt sich heraus, dass es nichts ist. Es lebt nämlich nichts, das sterben kann.

A: Ja, es kann sehr intensiv sein oder fast unbemerkt. Manchmal kommt der Tod auf leisen Sohlen. Er schleicht sich an und, eh man sich versieht, ist man weg.

A: Ja, ich bin eher langsam gestorben. (lacht) Es kann so und so sein und alles dazwischen. Wie gesagt, am Ende stellt sich heraus, dass nichts davon real war und niemals geschehen ist.

Selbst-Realisation


A: Welches Selbst denn?

A: Es gibt kein wahres Selbst als eine reale Instanz, die entdeckbar wäre. Jedes Entdecken setzt einen Entdecker voraus und etwas, das entdeckt werden könnte. Der Entdecker aber ist illusionär und somit auch sein Entdecken.

A: Gar nicht. Was ist, ist nicht zu entdecken. Es ist einfach.

A: Es ist das. Es ist das, was scheinbar passiert. Das ist es. Das ist das Eine ohne Zweites, bzw. das ist Keines ohne Erstes und ohne Zweites.

A: Ja, aber das, was passiert, ist nicht-etwas. Diese Konversation ist nicht-etwas. Diese Konversation ist pures Selbst. Es gibt nichts, das getrennt davon ist und es gibt nichts, das sich als das erfährt. Selbst macht keine Erfahrung von Selbst – es ist einfach das, was ist.

A: Na das, was scheinbar passiert. Wie blind kann man denn sein? (lacht)

A: Wenn Du auf das Ich...



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