E-Book, Deutsch, Band Band 225, 400 Seiten
Thießen / Nützenadel / Budde Immunisierte Gesellschaft
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-647-37053-8
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
Impfen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert
E-Book, Deutsch, Band Band 225, 400 Seiten
Reihe: Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft
ISBN: 978-3-647-37053-8
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
Prof. Dr. Malte Thießen ist Leiter des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte und apl. Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Oldenburg.
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1;Title Page;4
2;Copyright;5
3;Table of Contents;6
4;Body;10
5;1. Einführung: Im Zeitalter der Immunität;10
6;2. Immunität als »State Building«: 1870–1930;22
6.1;2.1 Akteure, Institutionen und Handlungsfelder;23
6.1.1;2.1.1 Immunität regieren: Entdeckung eines Politikfelds;23
6.1.2;2.1.2 Beruf und Berufung: Ärztliche Professionalisierung und Selbstbildung;26
6.1.3;2.1.3 Wissen schaffen: Forschungseinrichtungen und Wissenschaftler;31
6.1.4;2.1.4 Impfkritik: Vom Werden und Wirken einer sozialen Bewegung;32
6.1.5;2.1.5 Impflinge: Nutznießer und Betroffene des Impfens;39
6.1.6;2.1.6 Impfen vermitteln: Zeitungen als Medium der Medikalisierung;40
6.2;2.2 Weltanschauungen: Streit um die Impfpflicht;43
6.2.1;2.2.1 Allgemeinwohl vs. Individualwohl: Das Reichsimpfgesetz;43
6.2.2;2.2.2 Schutzgebiete: Impfprogramme in den Kolonien;60
6.2.3;2.2.3 Schlachtfelder und Experimentierfelder: Der Erste Weltkrieg;67
6.2.4;2.2.4 »Das große Ganze« und die Gewissensklausel: Debatten in Weimar;76
6.3;2.3 Prekäres Wissen: Konstruktionen von Immunität;85
6.3.1;2.3.1 Deutschland als Experiment und »Großversuch«: Wissensgenerierung;85
6.3.2;2.3.2 Dirne oder Dame? Statistiken als Evidenzmaschinen;89
6.3.3;2.3.3 Wissensgewinn durch Geschichtspolitik;93
6.4;2.4 Staatliche Sicherheitsversprechen: Impfstoffproduktion;96
6.4.1;2.4.1 Verstaatlichte Produktion: Etablierung der Impfanstalten;96
6.4.2;2.4.2 Reine Lehren: Normierungen und Standardisierungen;100
6.4.3;2.4.3 Steingewordene Sicherheitsversprechen und repräsentative Räume;101
6.5;2.5 Gesundheitsverhalten und Gesundheitsverhältnisse: Soziale Praxis;104
6.5.1;2.5.1 Schneiden und stechen: Zugriffe auf den Körper (I);104
6.5.2;2.5.2 Verkörperungen des »Volkskörpers«: Massenimpfungen;106
6.5.3;2.5.3 Vertrauensverhältnisse: Präventive Praxis in der Privatpraxis;116
6.5.4;2.5.4 Behördliche Gewalt und goldene Brücken: Impfzwang;119
6.5.5;2.5.5 Erklären, verklären, entlasten: Umgang mit Impfschäden;124
6.6;2.6 Zwischenfazit: Pragmatischer Paternalismus;131
7;3. Popularisierung und Privatisierung: 1930–1950;134
7.1;3.1 Akteure, Institutionen und Handlungsfelder;134
7.1.1;3.1.1 Impfen verkaufen: Pharmaunternehmen;135
7.1.2;3.1.2 Impfungen hören und sehen: Medialisierung von Immunität;136
7.1.3;3.1.3 Zentralisierung und Popularisierung des Gesundheitswesens;139
7.1.4;3.1.4 Immunität als Parteiauftrag: Praxis statt Programmatik;141
7.1.5;3.1.5 Ganz normale Ärzte? Impfen für die »Volksgemeinschaft«;142
7.1.6;3.1.6 Immunität vs. »Rassenhygiene«: Konjunktur und Krise der Impfkritik;145
7.2;3.2 Expansionen und latente Liberalisierungen: Impfpolitik;148
7.2.1;3.2.1 Getarnte Gewissensklauseln: Die Impfpflicht auf dem Prüfstand;148
7.2.2;3.2.2 Skandalisierung und Symbolpolitik: Der Lübecker Impfskandal;150
7.2.3;3.2.3 Sicherheit für den »Volksgenossen«: Pragmatismus seit 1933;155
7.2.4;3.2.4 Flankierte Freiwilligkeit (I): Einführung der Diphtherieschutzimpfung;160
7.2.5;3.2.5 Ökonomisierung des Sozialen: Impfungen als Kriegs-Kompensation;165
7.2.6;3.2.6 Immunität als Waffe und Raumordnung;171
7.2.7;3.2.7 Vorsorgen im Nachkrieg: Kontinuitäten nach 1945;175
7.3;3.3 »Vorbeugen ist besser als heilen«: Vermarktung von Immunität;179
7.3.1;3.3.1 Griff nach dem Weltmarkt: Behringwerke und I. G. Farben;179
7.3.2;3.3.2 Pionierarbeit und Popularisierung: Werbestrategien;180
7.3.3;3.3.3 Ausbau Ost und Menschenversuche: Impfstoffproduktion;184
7.4;3.4 »Volksvorsorge« und »präventives Selbst«: Soziale Praxis;187
7.4.1;3.4.1 Von »Schnittchen« und Spritzen: Zugriffe auf den Körper (II);187
7.4.2;3.4.2 Von der Pflicht zur Privatisierung der Praxis;189
7.4.3;3.4.3 Werk (an) der »Volksgemeinschaft«: Massenimpfungen;195
7.4.4;3.4.4 Eigeninitiativen und Hierarchien: Fleckfieberimpfungen;197
7.5;3.5 Zwischenfazit: Normierung und Normalisierung;201
8;4. Sicherheitsprobleme: Bundesrepublik;206
8.1;4.1 Akteure, Institutionen und Handlungsfelder;206
8.1.1;4.1.1 Gesundheitspolitiker zwischen Föderalismus und Globalisierung;207
8.1.2;4.1.2 Impfen als Gesellschaftsaufgabe: Zivilgesellschaftliche Vereine;209
8.1.3;4.1.3 Lernziel Immunität: »Impferziehung« in Ausstellungen und Schulen;211
8.1.4;4.1.4 Impfen (fern-)sehen: neue Medien;213
8.1.5;4.1.5 Wurzeln und Wandel der Impfkritik;216
8.2;4.2 Seuchen und Sicherheit im Sozialstaat: Konzepte und Konflikte;219
8.2.1;4.2.1 Flankierte Freiwilligkeit (II): Einführung der Polioimpfung;219
8.2.2;4.2.2 »Volksgesamtheit« vs. Individuum: Impfpflicht und Grundrechte;228
8.2.3;4.2.3 Flugzeuge, Migranten und die Flexibilisierung des Impfens;237
8.2.4;4.2.4 Die Welt als Interventionsfeld: Globale Kooperationen und Konflikte;249
8.2.5;4.2.5 Privatisierung von Vorsorge von den 1970er Jahren bis heute;256
8.3;4.3 Wissenschaftler im Käfig und auf Reisen;259
8.3.1;4.3.1 Alleingänge und Autonomiestreben: Impfforschung der 1950er Jahre;259
8.3.2;4.3.2 Internationale Wissenstransfers seit den 1960er Jahren;262
8.4;4.4 Globale Ware Immunität: Pharmaunternehmen;267
8.4.1;4.4.1 Immunität und Innovationsdruck;267
8.4.2;4.4.2 Markt vs. Politik: Vom Polio- zum Schweinegrippen-Skandal;269
8.4.3;4.4.3 Globalisierung und Ende deutscher Unternehmen;276
8.5;4.5 Partizipation und Privatisierung: Praktiken des Impfens;280
8.5.1;4.5.1 Schlucken, schießen, mehrfachspritzen: Zugriffe auf den Körper (III);280
8.5.2;4.5.2 Impfkalender und Idealbiografien;284
8.5.3;4.5.3 Vom Gesundheitsamt in die Arztpraxis: Räume;285
8.5.4;4.5.4 Vom Verschwinden der Impfpflicht in der Praxis;287
8.5.5;4.5.5 Impfkritik als Selbstbildung mündiger Staatsbürger;290
8.6;4.6 Zwischenfazit: Ambivalente Veralltäglichung;292
9;5. Immunität als sozialistisches Selbstverständnis: DDR;298
9.1;5.1 Akteure, Institutionen und Handlungsfelder;298
9.1.1;5.1.1 Immunität regieren: Gesundheitspolitiker;298
9.1.2;5.1.2 Immunität nach Plan: Wirtschaft und Wissenschaft;301
9.1.3;5.1.3 Immunität vermitteln: Das Deutsche Hygiene-Museum;303
9.2;5.2 »Prophylaxe ist der beste Sozialismus«: Staatstragende Immunität;304
9.2.1;5.2.1 Impfprogramme als Gründungsakt und Gesinnungstest;304
9.2.2;5.2.2 Expansion und Erfolgsdruck seit den 1950er Jahren;308
9.2.3;5.2.3 Außenpolitische Stiche und innenpolitische Trümpfe;313
9.2.4;5.2.4 Pragmatismus und Scheitern seit Mitte der 1970er Jahre;319
9.3;5.3 Prophylaxe nach Plan: Wirtschaften und Wissen schaffen;324
9.3.1;5.3.1 Unter Brüdern: Grenzen osteuropäischen Wissenstransfers;324
9.3.2;5.3.2 Konkurrenz, Kooperationen und Kopien westlicher Forschung;328
9.3.3;5.3.3 Vom Wissenstransfer zum Westimport;333
9.4;5.4 Soziale Praxis als Praxistest des Sozialismus;336
9.4.1;5.4.1 Spritzen, schlucken, schießen: Zugriffe auf den Körper (IV);336
9.4.2;5.4.2 Kopplungen an den Kinderalltag: Schulen und Ferienlager;338
9.4.3;5.4.3 Das Private im Sozialismus: Dauerimpfstellen und Impfkalender;341
9.4.4;5.4.4 Pragmatismus und Phlegma vs. Pläne und Pflichten;343
9.4.5;5.4.5 Frühe Entschädigung: Impfschäden;348
9.5;5.5 Zwischenfazit: Staatssicherheit und Sicherheit für die Staatsbürger;350
10;6. Fazit: Von Löwen und Elefanten;354
11;Dank;360
12;Abkürzungen;362
13;Quellen- und Literaturverzeichnis;366
14;Bildnachweis;390
15;Personen- und Sachregister;391




