Wood | St. Lucia, Insel der Träume | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0016, 128 Seiten

Reihe: Cora Classics

Wood St. Lucia, Insel der Träume


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-3328-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0016, 128 Seiten

Reihe: Cora Classics

ISBN: 978-3-7337-3328-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Wenn es nach mir ginge, würde ich Sie noch heute in einen Flieger zurück nach England setzen!' Die Feindseligkeit, mit der Pascal ihr diese Worte entgegenschleudert, verwirrt Mandy. Auf der Karibikinsel St. Lucia will sie Hinweisen auf ihre verschollene Familie nachgehen. Pascals Vater sollte ihr dabei helfen. Doch sein unverschämt gut aussehender Sohn scheint davon alles andere als begeistert zu sein. Warum will er Mandy unbedingt loswerden?



Sara Wood wurde in England geboren. An ihre Kindheit hat sie wundervolle Erinnerungen. Ihre Eltern waren zwar arm, gaben ihr jedoch das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Ihr Vater kannte seine Eltern nicht, deshalb war er so glücklich über seine eigene Familie. Die Geburtstagsfeiern, die er gestaltete, waren sensationell: Er trat als chinesischer Zauberer oder Clown auf, erfand lustige Spiele und Schatzsuchen. Von ihm lernte sie, dass harte Arbeit belohnt werden würde und sie einem vor allem Selbstachtung verschafft. Während ihrer Abschlusskurse lernte Sara ihren Mann kennen, einen nachdenklichen und aufmerksamen Menschen, der ihr Freund und Seelenverwandter wurde. Im Alter von 21 Jahren heiratete sie ihn und bekam mit 22 ihren ersten Sohn. Inzwischen hat sie noch drei weitere Kinder. Zwölf Jahre lang unterrichtete sie in der englischen Grafschaft Sussex, was ihr viel Freude bereitete. Ihr Wechsel zum Schreiben vollzog sich auf ungewöhnliche Art und Weise. Richie, ihr ältester Sohn war schon immer verrückt nach Naturkunde und besaß eine große Sammlung von Tierschädeln. Im Alter von 15 entschloss er sich, ein Buch über seine Sammlung zu schreiben. Ein angesehener Verlag veröffentlichte es, und er gewann sogar den begehrten Times Information Book Award. Ermutigt von seinem Erfolg, dachte Sara es ihm gleich tun zu können, und veröffentlichte verschiedene Wissensbücher für Kinder. Als sie die Mills & Boon-Autorin Charlotte Lamb im Fernsehen sah, glaubte sie, auch Liebesromane schreiben zu können! Allerdings hatte sie vorher nur selten Romane gelesen. Darum kaufte sie sich zahlreiche Bücher, las und analysierte sie akribisch, um danach selbst eine Romance zu schreiben. Erstaunlicherweise wurde ihr Buch angenommen und plötzlich war sie Romanautorin. Sara und ihr Ehemann zogen auf einen kleinen Landsitz in Cornwall, der zu ihrem ganz persönlichen Paradies wurde. Doch als ihr Mann ernsthaft krank wurde, mussten sie umziehen. Nach einem schrecklichen Jahr voller Sorge um ihn, in dem sie ihn pflegte und mit Adleraugen über ihn wachte, war sie erleichtert, als es wieder bergauf ging und sie zurück nach Sussex ziehen konnten. Ihr derzeitiges Haus ist groß und mit Reet gedeckt und liegt inmitten von schönen, sanften Hügeln und einem wundervollen Ausblick auf das Wandergebiet. Jetzt leben sie auch näher bei ihren Jungs (inzwischen Männer!) und können sie so öfter besuchen. Sie freut sich jedes Jahr wahnsinnig darauf, ihre ganze Familie am festlich ...
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1. KAPITEL

„Die … Karibik?“, wiederholte Mandy ungläubig. „Da liegt sicher ein Fehler vor! Ich habe bestimmt keine Familie dort!“ Sie war auf einmal ganz niedergeschlagen. „Ich dachte, dass diese Anzeige von einem Verwandten stammt, der versucht, mich zu finden. Aber die Karibik, das kann doch nicht stimmen.“

„Warum nicht?“ Der Rechtsanwalt lächelte sie aufmunternd an.

Mandy strich noch einmal den Zeitungsausschnitt glatt, um die wenigen Zeilen der Anzeige durchzulesen, obwohl sie sie bereits auswendig kannte.

Mandy Cook gesucht. Mutter Mary Brandon. Geboren am 26.8.1978 im Sunnyside Krankenhaus, Glasgow. Lebte im West-Hill-Waisenhaus und im St.-Mary’s-Waisenhaus. Heirat mit David James Cook, 26.8.1989. Bitte kontaktieren Sie die unten genannte Rechtsanwaltskanzlei, dort erfahren Sie etwas, was zu Ihrem Vorteil ist.

Das waren nur ein paar Worte, kalte Fakten. Und doch hatten sie ein solches Gefühlschaos in Mandy ausgelöst, dass sie kaum die angegebene Telefonnummer der Londoner Kanzlei Jack Lacey hatte wählen können. Ganz aufgeregt hatte sie ihre Geschichte runtergerattert, dass sie ihre Eltern bereits seit langer Zeit suche und ihr Glück kaum fassen könne, endlich einen Hinweis gefunden zu haben.

Und Jack Lacey hatte sie verstanden.

„Kommen Sie mit dem nächsten Zug von Plymouth nach London“, hatte er sie aufgefordert. „Die Fahrt wird Ihnen erstattet.“

Und so saß sie vier Stunden später in seinem Büro und plapperte nervös los, während er ihre Unterlagen prüfte.

Dann schaute er hoch und erzählte ihr, dass sie nach St. Lucia in der Karibik fliegen solle, während sie wie erstarrt zuhörte.

„Ich wünsche mir nichts mehr, als etwas über meine Eltern herauszufinden“, erklärte sie ernsthaft. „Aber das klingt alles so unwahrscheinlich …“

Jack Lacey hob fragend die Augenbrauen. „Die Einzelheiten stimmen doch. Ich kann verstehen, dass Sie erstaunt sind, aber mein Kontaktmann auf St. Lucia erklärte mir, dass Mandy Cook, falls ich sie finde, zu einem zweiwöchigen Aufenthalt eingeladen sei. Es liegt mir auch ein gültiges Flugticket vor.“ Er lächelte sie an, versuchte sie zu überzeugen. „Es sind sicher einige Schotten in die Karibik ausgewandert. Warum nicht auch Ihre Verwandten?“

Mandy brachte nur ein mattes Lächeln zustande. „Weil es unwahrscheinlich ist, dass normale Menschen wie ich solch exotische Verbindungen haben.“

Sie starrte ungläubig auf das Flugticket erster Klasse in ihrer Hand. Dabei war auch ein Gutschein für einen zweiwöchigen Aufenthalt im Fünf-Sterne-Hotel Anse La Verdura.

„Sehen Sie es als eine Art Urlaub.“ Jack Lacey freute sich für sie. „Ich werde von hier aus Vincente St. Honoré informieren, wann Sie auf St. Lucia ankommen.“

„Ich könnte doch auch mit ihm telefonieren, oder nicht?“, schlug sie vorsichtig vor. „Dann müsste nicht das viele Geld für den Flug und das teure Hotel verschwendet werden.“

„Die Telefonnummer darf ich leider nicht preisgeben“, antwortete Lacey zu ihrer Überraschung. „Ich weiß, das klingt ein wenig seltsam. Aber so lauten meine Instruktionen. Mein Auftraggeber wird auf Sie zukommen. Warum wehren Sie sich dagegen, wenn man Ihnen eine so tolle Reise schenkt? Ich bin mir sicher, dass St. Honoré Sie bei Ihrem Besuch über alles aufklären wird.“

Das hört sich ziemlich abenteuerlich an, dachte Mandy. Wer weiß, ob ihre Erwartungen nicht enttäuscht würden.

„Heißt das, dass Vincente St. Honoré auch Rechtsanwalt ist? Dann müsste er doch etwas über den Zweck der Anzeige wissen, oder?“ Sie beugte sich begierig vor. „Es ist so formuliert, als sei jemand gestorben und der Rechtsanwalt sucht nach Hinterbliebenen für das Erbe. Was meinen Sie?“

Jack Lacey nickte. „So würde ich das auch sehen. Aber St. Honoré hat mir nichts Genaues mitgeteilt. Es könnte sein, dass er Testamentsvollstrecker ist. Allerdings sprach er immer von seinem ‚Klienten‘, so als würde der Auftraggeber noch leben. Ich vermute, St. Honoré ist eine Art Vermittler und möchte sich selbst noch einmal davon überzeugen, dass Sie die Person sind, die gesucht wird. Allerdings sollten Sie sich keine allzu große Hoffnungen machen …“

„Warum?“, fragte Mandy schnell.

„Weil er angedeutet hat, dass er weitere Nachforschungen anstellt. Mehr weiß ich auch nicht …“

„Geld interessiert mich nicht“, erklärte Mandy mit zitternder Stimme. „Ich möchte nur etwas über meine Eltern in Erfahrung bringen … Aber wenn es Zweifel gibt …“ Sie hatte schon so viele Rückschläge erlebt.

Lacey räusperte sich. „Ich weiß nur, dass St. Honoré möchte, dass Sie nach St. Lucia kommen.“

„Vielleicht für eine Gegenüberstellung zusammen mit anderen potenziellen Kandidaten?“

„Ich denke, heute kann man mit einer DNA-Analyse herausfinden, ob man wirklich verwandt ist oder nicht. Ich hoffe, Sie finden, was Sie suchen. Ich wünsche es Ihnen jedenfalls.“

„Ich habe immer wissen wollen, wer meine Mutter war, und ich habe Angst, wieder enttäuscht zu werden“, gestand Mandy mit bewegter Stimme.

„Sehen Sie es einfach als eine Art Urlaub, es ist doch alles bezahlt, Mrs Cook. Ich beneide Sie. Sie könnten ja auch einen persönlichen Berater mitnehmen.“ Er zwinkerte sie vielsagend an.

Sie war ihm dankbar dafür, dass er versuchte, sie aufzumuntern. „Sie kann ich mir nicht leisten! Und privat gibt es gerade niemanden“, ging sie auf seinen leichten Ton ein.

Jack Lacey lachte warm auf, Mandy war ein so offener Mensch, er hoffte nur, dass sie keine Enttäuschung erlebte. „Passen Sie auf sich auf“, bat er sie.

„Vielen Dank“, verabschiedete sie sich. „Ich habe in den Jahren der Suche schon einiges erlebt. Zuerst war ich sehr vertrauensvoll. Aber viele Leute, die sich auf meine Anzeigen meldeten, wollten nur Geld.“

„Aber hier bekommen Sie ein Flugticket geschenkt. Für eine wunderschöne Reise in die Karibik.“

„Deswegen hoffe ich, dass dieser Rechtsanwalt auf St. Lucia wirklich für einen Verwandten von mir tätig ist. Falls ich etwas herausfinde, berichte ich es Ihnen nach meiner Rückkehr.“

Jack Lacey wünschte ihr viel Glück. Der eisige Ton dieses St. Honoré hatte ihm zwar nicht gefallen. Ob er sie hätte vorwarnen sollen? Aber dann hätte sie vielleicht einen Rückzieher gemacht.

Wenn eine Mutter ihr Baby unter falschem Namen im Krankenhaus zur Welt brachte und untertauchte, hatte sie dafür sicher gute Gründe. Mandy Cook würde vielleicht herausfinden, dass es besser war, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Aber jeder musste seine eigenen Erfahrungen machen, beruhigte Jack Lacey sein Gewissen.

„Darf ich Ihnen einen Planter’s Punch anbieten, Madam?“

Mandy lächelte die Hotelkellnerin freundlich an. Der Willkommensdrink sah herrlich frisch und fruchtig aus. Das war genau das, was sie nach der langen Autofahrt gebrauchen konnte.

Sie sah noch einmal genau auf das Namensschild der Bediensteten. „Gern, Agnes“, bedankte sie sich.

„Die Fahrt ist eine Tortur, nicht wahr? Sie sind Mrs Cook?“ Als Mandy nickte, klärte Agnes sie auf. „Monsieur St. Honoré hat nach Ihnen gefragt.“

Mandy schaute die Kellnerin freudig an. „Ist er hier?“

„Er ist am Strand“, erklärte Agnes kurz angebunden. „Simon wird Sie zu ihm führen. Simon!“

„Am Strand?“ Mandy leerte ihr Glas auf einen Zug und sprang von ihrem Sessel hoch. Sie fühlte sich ein wenig schwindelig, aber das war wohl auf den langen Flug zurückzuführen. Sie lächelte den jungen Barmann, der herbeigeeilt kam, erwartungsvoll an. Es ist schon merkwürdig, fand sie, dass ein Rechtsanwalt auf St. Lucia seine Klienten am Strand empfängt.

„Alles passiert hier am Strand. Die Strände sind so etwas wie das Wahrzeichen der Karibik“, erklärte Simon stolz auf ihre Nachfrage. Er deutete auf ihren Zimmerschlüssel. „Möchten Sie zuerst auspacken?“

„Nein, es ist schon in Ordnung so.“ Sie lächelte ihn an. „Ich habe mich kurz frisch gemacht.“ Der Gedanke an die wunderschöne Villa, die sie ganz allein bewohnte, ließ sie über das ganze Gesicht strahlen. „Ich glaube, es ist wichtiger, Mr St. Honoré zu sprechen.“

„Gut, dann folgen Sie mir bitte.“ Simon deutete auf die Tür, die hinaus auf die Terrasse führte.

„Ich sehe Sie dann später“, verabschiedete sich Mandy warm von einigen der Gäste in ihrer Nähe.

Sie folgte dem jungen Mann die steile Treppe hinunter zum blauen Meer, das wie ein glitzerndes Juwel in der heißen Sonne wirkte. Sie durchquerten einen absolut fantastischen tropischen Garten mit Palmen und einem exotischen Blütenmeer.

„Wo ist er denn?“ Niemand sah hier so aus wie ein Rechtsanwalt, fand Mandy. „Ich glaube, ich suche irgendwie einen Mann mit einem Zylinder, Nadelstreifenanzug und einem Aktenkoffer“, lachte sie belustigt auf.

Simon grinste sie an. „Hier trägt niemand einen Anzug. Hier gibt es nur Sonne, Meer und Menschen in Badekleidung. Und die Leute haben viel Spaß.“

„Das Hotel ist fantastisch. Ich freue mich wirklich auf diese zwei Wochen. Ich hatte befürchtet, dass in diesem Fünf-Sterne-Hotel nur arrogante Menschen Urlaub machen, aber alle sind unglaublich freundlich.“

„Na klar, wir sind hier doch auch im Paradies, oder?“ Er schaute den Strand entlang. „Ich habe ihn entdeckt. Folgen Sie mir bitte.“

Aufgeregt stolperte Mandy ihm...



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