Graulich / Seidnader | Zwischen Jesu Wort und Norm | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 264, 256 Seiten

Reihe: Quaestiones disputatae

Graulich / Seidnader Zwischen Jesu Wort und Norm

Kirchliches Handeln angesichts von Scheidung und Wiederheirat
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-451-80245-4
Verlag: Verlag Herder
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Kirchliches Handeln angesichts von Scheidung und Wiederheirat

E-Book, Deutsch, Band 264, 256 Seiten

Reihe: Quaestiones disputatae

ISBN: 978-3-451-80245-4
Verlag: Verlag Herder
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Kann Kirche heutige Lebensrealitäten wahrnehmen und zugleich dem Anspruch von Jesu Wort und Norm gerecht werden? Müssen Barmherzigkeit und Gerechtigkeit einander widersprechen? Menschen, die in der Lebensform Ehe gescheitert sind und nun in einer kirchlich nicht anerkannten Zweitehe leben, fühlen sich ausgegrenzt. Die Vorgaben des Lehramtes scheinen an konkreten Situationen des Scheiterns vorbei zu gehen.

Markus Graulich, Dr. theol., Professor für Grundfragen und Geschichte des Kirchenrechts an der Päpstlichen Universität der Salesianer in Rom, Richter an der Römischen Rota. Martin Seidnader, Dr. theol., Pastoralreferent im Pfarrverband Bad Tölz.
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1;Zwischen Jesu Wort und Norm;1
2;Inhalt;6
3;Vorwort;8
4;Beziehung – Scheitern – Neuanfang. Eine philosophische Spurensuche zur Frage der geschiedenen Wiederverheirateten;14
4.1;I. Von der Ehe;14
4.2;II. Vom Scheitern;18
4.3;III. Ein Neuanfang?;25
5;Jesu Argumentation gegen die Institution der Ehescheidung nach Mk 10,2–12; Mt 19,3–9 als angewandte Rechtshermeneutik der Tora;27
5.1;I. Das Scheidungsrecht von Dtn 24,1– 4 im rechtsgeschichtlichen Kontext;28
5.2;II. „Hartherzigkeit“ und „Beschneidung des Herzens“ in Dtn 10,16; 30,6;32
5.3;III. Zum Verhältnis der Geschlechter bei der Schöpfung (Gen 1,27; 2,24);36
5.4;IV. Jesu Argumentation gegen die Ehescheidung in Mk 10,2–12 // Mt 19,3–9;41
5.5;V. Wie können wir Jesu Rechtshermeneutik auf heutige Fragen anwenden?;47
6;In favorem fidei. Die Ehe und das Verbot der Ehescheidung in der Verkündigung Jesu;49
6.1;I. Die Fragestellung;49
6.2;II. Der Textbefund;51
6.3;III. Positionen und Perspektiven;55
6.3.1;III.1 Das markinische Schulgespräch (Mk 10,2–11);55
6.3.2;III.2 Der Grundsatz Jesu nach der Redenquelle (vgl. Lk 16,18);60
6.3.3;III.3 Die matthäischen Klauseln (Mt 5,31f.; 19,3 –12);61
6.3.4;III.4 Die paulinische Applikation (1 Kor 7,10 –16);66
6.3.4.1;III.4.1 Das Herrenwort;66
6.3.4.2;III.4.2 Die Anwendungen;69
6.4;IV. Geltungsfragen;72
6.4.1;IV.1 Einschränkungsversuche und ihre Grenzen;72
6.4.2;IV.2 Aktualisierungsformen und ihre Grenzen;77
7;„Ego coniungo vos …“ Ein Beitrag aus pneumatologischer Sicht zur Frage nach dem Spender des Ehesakraments und zur sakramentaltheologischen Bewertung einer zivilen Wiederheirat;83
7.1;I. Consensus facit nuptias;84
7.2;II. Ostkirchliche Rückfrage;88
7.3;III. Dogmatische Vergewisserung;92
7.4;IV. Konsequenzen und Ertrag für die Frage einer kirchlichen Wiederverheiratung;98
8;Die Liebe duldet alles. Von der kirchlichen Trauung wiederverheirateter Geschiedener aus evangelischer Sicht;102
8.1;I. Kirchenzugehörigkeit;106
8.2;II. Ehe, Ehescheidung, Wiederverheiratung aus evangelischer Sicht;109
8.2.1;II.1 Die weltliche Ehe-Ordnung;109
8.2.1.1;II.1.1 Ehe nach weltlichem Recht;109
8.2.1.2;II.1.2 Ehescheidung und Wiederverheiratung nach weltlichem Recht;109
8.2.2;II.2 Die Ehe als christliche Angelegenheit;112
8.2.2.1;II.2.1 Glaube – Liebe – Sünde;112
8.2.2.2;II.2.2 Trauung, Scheidung, Wiederverheiratung;115
8.2.3;II.3 Duldet die Liebe alles?;119
8.3;III. Auswertung;122
9;Ehescheidung und Oikonomia im kanonischen Recht der Orthodoxen Kirche;128
9.1;I. Einleitung: Ehe und Oikonomia in der Orthodoxen Kirche;128
9.2;II. Die Bedingungen, unter denen eine Ehe geschieden werden kann;130
9.2.1;II.1 Der Ehebruch;131
9.2.2;II.2 Gründe mit Verschulden;132
9.2.2.1;II.2.1 Die Lebensbedrohung;132
9.2.2.2;II.2.2 Das böswillige Verlassen;132
9.2.2.3;II.2.3 Die Hebung des eigenen Kindes aus der Taufe;133
9.2.2.4;II.2.4 Der Hochverrat;134
9.2.2.5;II.2.5 Die Abtreibung;134
9.2.3;II.3 Gründe ohne Verschulden;134
9.2.3.1;II.3.1 Die schwere psychische Erkrankung (der „Wahnsinn“);134
9.2.3.2;II.3.2 Die Verschollenheit;135
9.2.3.3;II.3.3 Das Unvermögen zum Beischlaf;136
9.2.3.4;II.3.4 Die Ablegung des Mönchsgelübdes;137
9.2.3.5;II.3.5 Die Bischofsweihe;137
9.2.3.6;II.3.6 Die Religionsverschiedenheit;138
9.2.3.7;II.3.7 Der Aussatz;141
9.3;III. Verfahrensweise der Ehescheidung;141
9.4;IV. Abschließende Würdigung der orthodoxen Praxis;143
10;Die Ehe erfreut sich der Rechtsgunst. Kirchenrechtliche Anmerkungen zum Umgang der Kirche mit wiederverheiratet Geschiedenen;146
10.1;I. Die Eigenart des Kirchenrechts;147
10.2;II. Problemanzeige: Die Anwendung des can. 915 auf die wiederverheiratet Geschiedenen;150
10.3;III. Ehe und Ehenichtigkeit im Kirchenrecht;152
10.3.1;III.1 Die Nichtigkeitserklärung einer Ehe;154
10.3.2;III.2 Schwierigkeiten mit dem kirchlichen Ehenichtigkeitsprozess;156
10.3.3;III.3 Verbesserungsmöglichkeiten im Hinblick auf den Ehenichtigkeitsprozess;158
10.4;IV. Die dispensatorische Auflösung der Ehe;160
10.5;V. Ein möglicher Ausweg;167
10.6;VI. Zusammenschau;171
11;Ethik des Scheiterns und sakramentale Ordnung;173
11.1;I.;173
11.2;II.;175
11.3;III.;176
11.4;IV.;179
11.5;V.;181
11.6;VI.;183
11.7;VII.;186
11.8;VIII.;188
11.9;IX.;193
12;Geschieden und wiederverheiratet. Zur Problematik aus theologisch-ethischer Perspektive;194
12.1;I. Ein kurzer Problemaufriss;197
12.2;II. Theologisch-ethische Einzelaspekte;200
12.2.1;II.1 Rechtlich-institutionelles oder personales Verständnis der Ehe?;200
12.2.2;II.2 Zur Unauflöslichkeit der Ehe;201
12.2.2.1;II.2.1 Die Lehre des matrimonium ratum et consumatum;201
12.2.2.2;II.2.2 Zur päpstlichen Vollmacht, ein Eheband zu lösen;202
12.2.3;II.3 Objektivität oder Subjektivität?;205
12.2.3.1;II.3.1 Der objektive Widerspruch: eine offenkundig schwere Sünde?;205
12.2.3.2;II.3.2 Die Verhältnisbestimmung zwischen Norm und Gewissen: ein unaufhebbares Dilemma?;207
12.2.3.3;II.3.3 Epikie als Lösungsansatz?;210
12.2.4;II.4 Zum Verständnis der ehelichen Intimität;211
12.2.4.1;II.4.1 Was bedeutet humano modo?;211
12.2.4.2;II.4.2 Welche Sicht von Sexualität liegt hier zugrunde?;213
12.2.5;II.5 Nichtigkeitserklärung oder Zugeständnis eines Neuanfangs nach Scheitern?;215
12.3;III. Resümee;216
13;Kirchliches Handeln und Authentizität. Pastoralethik im Kontext kanonisch irregulärer Zweitehen;217
13.1;I. Situationen;218
13.2;II. Die Frage nach der Pastoralethik;220
13.3;III. Authentizität in Sprachgebrauch, Etymologie und kirchlicher Tradition;223
13.4;IV. Zum modernen Ethos der Authentizität;227
13.5;V. Die Frage nach dem Authentischen in der Kirche;232
13.6;VI. Folgerungen für ein authentisches kirchliches Handeln im Kontext irregulärer Zweitehen;237
14;Die Ehe – eine prophetische Lebensform. Pastoraltheologische Perspektiven. Eine Skizze;244
14.1;I. Die Ehe als Fundament der Kultur;245
14.2;II. Die romantische Liebesheirat;247
14.3;III. Die kulturelle Infragestellung der Ehe;248
14.4;IV. Der theologische Reichtum als pastorales Defizit;249
14.5;V. Das pastorale Dilemma: Ermutigung zu einem Ideal;251
14.6;VI. Auslaufmodell oder prophetische Lebensform?;252
14.7;VII. Für eine erneuerte Ehepastoral;254
15;Autorenverzeichnis;256


Seidnader, Martin
Martin Seidnader, geboren 1969, Dr. theol., ist Pastoralreferent in der Erzdiözese München und Freising mit Tätigkeiten in Gemeinde, Schule und Krankenhaus; seit 2014 Leiter des Fachbereichs Krankenhausseelsorge im Erzbischöflichen Ordinariat München, seit 2022 Sprecher der überdiözesanen Konferenz der Diözesanbeauftragten für die katholische Krankenhausseelsorge.

Seidnader, Martin
Martin Seidnader, geboren 1969, Dr. theol., ist Pastoralreferent in der Erzdiözese München und Freising mit Tätigkeiten in Gemeinde, Schule und Krankenhaus; seit 2014 Leiter des Fachbereichs Krankenhausseelsorge im Erzbischöflichen Ordinariat München, seit 2022 Sprecher der überdiözesanen Konferenz der Diözesanbeauftragten für die katholische Krankenhausseelsorge.

Söding, Thomas
Thomas Söding, geb. 1956, Dr. theol., Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Berater der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz, seit 2021 Vizepräsident des Zentralkomitees deutscher Katholiken und Vizepräsident des Synodalen Weges, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Künste Nordrhein-Westfalen.

Graulich, Markus
Markus Graulich wurde 1964 geboren und ist Salesianer Don Boscos. Der Kirchenrechtler war von 2014 bis 2024 Untersekretär des Dikasteriums für die Gesetzestexte. 2024 wurde er in eine Expertengruppe zur Zukunft des Bischofsamtes berufen.

Graulich, Markus
Markus Graulich wurde 1964 geboren und ist Salesianer Don Boscos. Der Kirchenrechtler war von 2014 bis 2024 Untersekretär des Dikasteriums für die Gesetzestexte. 2024 wurde er in eine Expertengruppe zur Zukunft des Bischofsamtes berufen.

Paganini, Claudia
Claudia Paganini, geb. 1978, hat 2005 in Philosophie promoviert und 2018 im Fach Medienethik habilitiert. Nach beruflichen Stationen in Athen, Limerick, Mailand und Zagreb war sie von 2021-2024 Inhaberin der Professur für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München. Derzeit lehrt und forscht Sie an der Universität Innsbruck. Außerdem publiziert sie Sachbücher für ein breites Publikum und nimmt regelmäßig an Science Slams teil.

Markl SJ, Dominik
Dominik Markl SJ, geb. 1979 in Tirol/Österreich, seit seinem Theologiestudium in Innsbruck und Jerusalem v. a. in Bibelwissenschaft, Archäologie und Jugendpastoral tätig.

Lintner, Martin M.
Martin M. Lintner, geb. 1972, Dr. theol., Mitglied des Servitenordens, seit 2009 Professor für Moraltheologie und Spirituelle Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen; 2013–2015 Präsident der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie; 2014–2017 Präsident der weltweiten Dachorganisation „International Network of Societies for Catholic Theology“ ; 2017–2019 Vorsitzender der  Internationalen Vereinigung für Moraltheologie und Sozialethik

Käfer, Anne
Anne Käfer, Dr., Professorin für Systematische Theologie und Direktorin des Seminars für Reformierte Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Schallenberg, Peter
Peter Schallenberg, geboren 1963, Msgr. Dr. theol. habil., Professor für Moraltheologie und Ethik an der Theologischen Fakultät Paderborn, Geistlicher Beirat im Bundesverband KKV (Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) sowie Berater des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) und der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus.

Markus Graulich wurde 1964 geboren und ist Salesianer Don Boscos. Der Kirchenrechtler war von 2014 bis 2024 Untersekretär des Dikasteriums für die Gesetzestexte. 2024 wurde er in eine Expertengruppe zur Zukunft des Bischofsamtes berufen.
Martin Seidnader, geboren 1969, Dr. theol., ist Pastoralreferent in der Erzdiözese München und Freising mit Tätigkeiten in Gemeinde, Schule und Krankenhaus; seit 2014 Leiter des Fachbereichs Krankenhausseelsorge im Erzbischöflichen Ordinariat München, seit 2022 Sprecher der überdiözesanen Konferenz der Diözesanbeauftragten für die katholische Krankenhausseelsorge.
Anne Käfer, Dr., Professorin für Systematische Theologie und Direktorin des Seminars für Reformierte Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Martin M. Lintner, geb. 1972, Dr. theol., Mitglied des Servitenordens, seit 2009 Professor für Moraltheologie und Spirituelle Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen; 2013–2015 Präsident der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie; 2014–2017 Präsident der weltweiten Dachorganisation "International Network of Societies for Catholic Theology" ; 2017–2019 Vorsitzender der Internationalen Vereinigung für Moraltheologie und Sozialethik
Dominik Markl SJ, geb. 1979 in Tirol/Österreich, seit seinem Theologiestudium in Innsbruck und Jerusalem v. a. in Bibelwissenschaft, Archäologie und Jugendpastoral tätig.
Claudia Paganini, geb. 1978, hat 2005 in Philosophie promoviert und 2018 im Fach Medienethik habilitiert. Nach beruflichen Stationen in Athen, Limerick, Mailand und Zagreb war sie von 2021-2024 Inhaberin der Professur für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München. Derzeit lehrt und forscht Sie an der Universität Innsbruck. Außerdem publiziert sie Sachbücher für ein breites Publikum und nimmt regelmäßig an Science Slams teil.
Peter Schallenberg, geboren 1963, Msgr. Dr. theol. habil., Professor für Moraltheologie und Ethik an der Theologischen Fakultät Paderborn, Geistlicher Beirat im Bundesverband KKV (Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) sowie Berater des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) und der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus.
Thomas Söding, geb. 1956, Dr. theol., Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Berater der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz, seit 2021 Vizepräsident des Zentralkomitees deutscher Katholiken und Vizepräsident des Synodalen Weges, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Künste Nordrhein-Westfalen.



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