Knapp / Bormann | Celebrity Marketing im Musikgenre am Beispiel der K-Pop Idols | Buch | sack.de

Knapp / Bormann Celebrity Marketing im Musikgenre am Beispiel der K-Pop Idols



Erstauflage 2020, 200 Seiten, Kartoniert, Paperback, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 365 g
ISBN: 978-3-96146-804-1
Verlag: Diplomica Verlag


Knapp / Bormann Celebrity Marketing im Musikgenre am Beispiel der K-Pop Idols

Celebrity Marketing ist ein Teil der Kommunikationspolitik und beinhaltet die Werbung mit bekannten Persönlichkeiten, d.h. Personen mit hohem sozialen Status in Bezug auf Einkommen, Prestige und gesellschaftlichen Einfluss. Ziel des Celebrity Marketings ist es dabei, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, das Image zu verbessern und letztlich damit den Abverkauf zu steigern. K-Pop (Korean Popular Music) ist dabei ein Sammelbegriff für koreanischsprachige Popmusik aus dem Musikgenre. Die südkoreanische Boygroup BTS startete im Sommer 2018 ihre Welttournee und löste dabei einen riesigen Hype aus. Seitdem werden koreanische „K-Pop Idols“ von vielen Unternehmen für ihre Marketingaktivitäten genutzt.

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Textprobe:Kapitel 3.5, K-Pop Merkmale:Das signifikanteste Merkmal von K-Pop liegt in der Musik selbst. Die koreanische populäre Musik ist nicht Pop in unserem Sinne, oder wie ein Großteil der westlichen Bevölkerung K-Pop definieren würde. Geprägt wird K-Pop durch verschiedene, ineinander verlaufene Musikgenre, wie Hip-Hop, R'n'B, Elektro, House, Rock, Rap oder Soul. Zusätzliche Soundeffekte ermöglichen einen hochwertigen Studiosound. Die Songs sind oft geprägt durch einprägsame und kurze Refrains. Gesungen wird in Koreanisch, jedoch werden zum Teil englische Wörter (selten Sätze) in den Songtext integriert. Seit 2017 ist ein neuer Einfluss erkennbar: Latin Pop. So haben Songs wie Hola Hola von KARD, Airplane pt. 2 von BTS, O Sole Mio von SF9, Lo Siento (feat. Leslie Grace) von SUPER JUNIOR oder Egoistic von MAMAMOO lateinamerikanische Musikelemente wie Tangorhythmen, die Spanische Sprache oder Latin Akustik Gitarren.Koreanisch ist eine lebhafte, schwungvolle und mit vielen Silben geprägte Sprache. Dies wollen die Musikproduzenten auch in den Melodien wiederspiegeln. Während im westlichen Songschreibprozess der Fokus oft auf das Erzählen einer Geschichte gelegt wird, liegt der Fokus im koreanischen mehr auf dem Beschreiben von Gefühlen oder Metaphern. Meist schreiben, komponieren oder produzieren K-Pop Idols ihre Songs nicht selbst. Nur wenige Ausnahmen, wie z.B. G-DRAGON, sind beim Produktionsprozess von Songs beteiligt bzw. tätig.Warum sind so viele Menschen von dieser Musik fasziniert? "People like K-pop because it is dynamic, energetic, catchy, and happy, which symbolize a Korean music brand. [...] Korea tends to have a steady outflow of music that makes people feel good and want to dance. In particular, K-pop has ballads. They are very emotional, and the lyrics are articulated. The singers perform them with genuine feelings, and human emotion is just something people connect with."Es wird im koreanischen Musikbusiness ein Unterschied gemacht zwischen K-Pop Bands und K-Pop Groups. Dieser Unterschied liegt hauptsächlich bei der Performance. Während K-Pop Groups bekannt sind für ihre aufwendigen und synchronen Tanzchoreographien, Performern die K-Pop Bands "ganz klassisch" mit ihren Instrumenten. Erwähnenswerte K-Pop Bands sind z. B. DAY6 oder The Rose. Allerdings sind K-Pop Bands eher selten vertreten. Dominiert wird der Markt weitestgehend von K-Pop Groups, auch Idol Gruppen genannt. Gemeinsamkeiten der K-Pop Groups und K-Pop Bands sind die Merkmale der Zusammenstellung, die Findung eines passenden Namens für die Gruppe, sowie einen eigenen Künstlernamen, deren Rolle und Style.Die Zusammenstellung der Idol Gruppen sind in der Regel Unisex, d. h. auf dem Markt gibt es so gut wie keine gemixten (Geschlechter) Gruppen. Die Gründe dafür sind u. a. die schwierigere Konzepterstellung, kleinere Fangemeinden, Vermeidung von Gerüchten ("einzelne Mitglieder seien ein Paar") und daraus resultierend oft der geringere Erfolg, der schließlich zu einer schnelleren Auflösung führen kann. Ausnahmen sind beispielsweise die im Jahre 2017 debütierte K-Pop Group KARD, bestehend aus zwei Frauen (Jeon Ji Woo, Jeon So Min) und zwei Männern (J. Seph, BM), die erfolgreich durch die USA, Südamerika, Europa, Asien und Australien tourten.Die Namensgebung der koreanischen Gruppen oder Bands werden häufig durch SMS-Sprache, Künstlerwörter, aber auch von ehemaligen oder noch aktiven K-Pop Gruppennamen beeinflusst. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Girlgroup BLACKPINK (siehe Abb. 32), die 2016 unter YG Entertainment debütierte. 2011 gab es schon erste Informationen zu zwei neuen Idol Girlgroups. Eine davon war NGG (Next Girlgroup), deren Konzept und Name eine Anlehnung an Girls' Generation sein sollte. NGG, mit den damaligen neun Trainees, wurde in Pink Punk umgetauft. Schließlich blieben vier Talente über und debütieren unter dem Namen BLACKPINK.


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