Buch, Deutsch, 248 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 381 g
Wahl/Selektion in Kunst, Literatur und Medien
Buch, Deutsch, 248 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 381 g
ISBN: 978-3-89942-148-4
Verlag: transcript
Die 'Freiheit der Wahl' stellt sich nicht nur alle vier Jahre. Ob Brot, Kleidung oder Website – wir haben sie täglich. Gemeinhin wird damit eine 'Freiheit der Entscheidung' bezeichnet – uneingeschränkte Bevorzugung des einen vor dem anderen. Dies gilt nur vordergründig, da jede Wahl sich notwendig auf eine Unterscheidung stützt: Nur was zuvor Bedeutung gewinnt (als wählbar erscheint), kann nachträglich als Wahlversprechen gelten. Wie nicht zuletzt der Beitrag von Niklas Luhmann verdeutlicht, ist hier ein Paradox am Werk: Die 'Freiheit der Wahl' braucht eine Einschränkung – und erhält damit Selektionscharakter. Sie beinhaltet ein (Aus-)Gewähltes und ein Aussortiertes; eine Kehrseite des Prozesses, der für sich eine Freiheit beansprucht. Da diese Differenz nicht auf die Objektseite (das Gewählte) reduzierbar ist, sondern den Zugriff selbst (mit-)bestimmt, ist der synonyme Gebrauch von 'Freiheit' und 'Wahl' zu problematisieren. Dies versucht der Band in struktureller Standortbestimmung sowie spezifisch für die Felder Kunst, Literatur und Medien zu leisten.




