Demand | MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - Nr. 842, Heft 8 / August 2019 | Buch | 978-3-608-97482-9 | sack.de

Buch, Deutsch, 104 Seiten, Großformatiges Paperback. Klappenbroschur, Format (B × H): 154 mm x 233 mm, Gewicht: 197 g

Reihe: MERKUR

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MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - Nr. 842, Heft 8 / August 2019

Buch, Deutsch, 104 Seiten, Großformatiges Paperback. Klappenbroschur, Format (B × H): 154 mm x 233 mm, Gewicht: 197 g

Reihe: MERKUR

ISBN: 978-3-608-97482-9
Verlag: Klett-Cotta Verlag


Emily Witt erzählt die schier unglaubliche Geschichte des als „Opioid-Krise“ verharmlosten Arzneimittelskandals in den USA, der Hunderttausende das Leben gekostet hat und noch weiter kostet. Ausgehend von Erinnerungen an seinen eigenen US-Aufenthalt beim Schüleraustausch, denkt Per Leo über Rechtspopulismus vor allem in Amerika nach. In der ohnehin problematischen Debatte um kosmopolitische „Anywheres“ und lokal verwurzelte „Somewheres“ stimmt, wie Bodo Mrozek zeigt, eine Prämisse definitiv nicht: In der Popkultur waren es schon früh gerade die „Somewheres“, die sich international orientierten. Und Jonas Grethlein zeigt, warum man es sich angesichts neuerer neuropsychologischer Forschung mit der Vorstellung von Platons Kunstfeindschaft nicht zu leicht machen sollte.

Kaum ein gutes Haar lässt Corey Robin an Richard Evans' Biografie des Historikers Eric Hobsbawm – was ihn aber nicht daran hindert, dessen aufregendes Leben und Werk in einem kundigen Text vorzustellen. Eckhard Nordhofen denkt im Dialog mit einem Buch des Theologen Ingulf Dalferth über das Christentum als Schriftreligion nach.

Dirk Jörke nimmt sich die Federalist Papers – und untersucht, wie sich die supranationalen und die nationalen Tendenzen der EU dazu ins Verhältnis setzen lassen. Auch Moritz Rudolph blickt auf die EU. Er warnt mit geschichtshistorischem Blick davor, dass sich die EU am Ende als Trojanisches Pferd eines neuen exkludierenden Supernationalismus erweisen könnte. Souleymane Bachir Diagne fragt im Vergleich von Aristoteles und afrikanischer Philosophie, wie sehr das Denken von der jeweiligen Sprache abhängig ist. Und Robin Detje sitzt am Rand des Sommerlochs und blickt Katastrophen entgegen.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


ESSAY

EMILY WITT
Groß, weiß und stark.
Über die Opioid-Krise in Nordamerika

PER LEO
Der Nate-Silver-Schock.
Ein transatlantischer Spiegelblick auf den Rechtspopulismus

BODO MROZEK
Von Anywheres und Somewheres.
Das "Heimatbedürfnis der einfachen Menschen" ist ein ahistorisches Konstrukt

JONAS GRETHLEIN
Platon in Therapie

KRITIK

COREY ROBIN
Eric Hobsbawm: Ein Kommunist erklärt die Geschichte

ECKHARD NORDHOFEN
Die Tragik des Protestantismus

MARGINALIEN

DIRK JÖRKE
(Supra)Nationales Europa

MORITZ RUDOLPH
Eurofaschismus - wer gegen ihn ist, könnte für ihn sein

SOULEYMANE BACHIR DIAGNE
Afrikanische Philosophie und die Sprachen Afrikas

ROBIN DETJE
Warten auf


Christian Demand, Jg. 1960, Herausgeber des MERKUR, hat Philosophie und Politikwissenschaft studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Er war als Musiker und Komponist tätig, später als Hörfunkjournalist beim Bayerischen Rundfunk. Nach Promotion und Habilitation in Philosophie unterrichtete er als Gastprofessor für philosophische Ästhetik an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2006 wurde er auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg berufen, wo er bis 2012 lehrt. Buchveröffentlichungen: Die Beschämung der Philister: Wie die Kunst sich der Kritik entledigte (2003), Wie kommt die Ordnung in die Kunst? (2010).


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