Buch, Deutsch, Band 219, 366 Seiten, Format (B × H): 157 mm x 233 mm, Gewicht: 490 g
Reihe: Schriften zum Strafrecht
Versuch einer Synthese der Lehren der défense sociale und der kriminalpolitischen Vorschläge der modernen deutschen Hirnforschung
Buch, Deutsch, Band 219, 366 Seiten, Format (B × H): 157 mm x 233 mm, Gewicht: 490 g
Reihe: Schriften zum Strafrecht
ISBN: 978-3-428-13538-7
Verlag: Duncker & Humblot
Alexander Ruske unternimmt den Versuch, Verbindungen zwischen der Lehre der défense sociale, die nach dem zweiten Weltkrieg vornehmlich in Frankreich und Italien begründet wurde und schnell internationale Verbreitung fand, und den kriminalpolitischen Vorschlägen der modernen deutschen Hirnforschungen zu beschreiben. Beide Ansätze gehen von der Entfernung metaphysischer Freiheits- und Schuldbegriffe aus dem Strafrecht aus und stellen auf dieser Grundlage die Dogmen der klassischen Strafrechtslehre in Frage. Das retributivistische Vergeltungsprinzip soll übereinstimmend einer streng präventiven Ausrichtung des Rechts weichen.
Trotz dieser fundamentalen Übereinstimmungen kann eine Zusammenführung im Ergebnis nur in Teilen gelingen. Denn während die Vertreter der défense sociale eine kriminalpolitische Lehre beschrieben, hat die Hirnforschung aus ihren seinswissenschaftlichen Erkenntnissen bisher lediglich einige kriminalpolitische Vorschläge entwickelt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Einleitung - 1. Teil: Die Lehren der Sozialverteidigung: A. Einführung - B. Die geistesgeschichtlichen Wurzeln der Lehren der Sozialverteidigung - C. Société internationale de défense sociale - 2. Teil: Kriminalpolitische Vorschläge der modernen, deutschen Hirnforschung: A. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse - B. Kriminalpolitische Vorschläge der deutschen Neurowissenschaftler - C. Fazit und Aussicht - 3. Teil: Synthesis: A. Vorüberlegungen - B. Synthesis des Menschenbildes - C. Synthesis der rechtspolitischen Vorschläge - Schlussbetrachtung - Anhang 1-4 - Literaturverzeichnis - Sachwortregister




