Schumacher | Kooperative Lernmethoden nach Norm Green | Buch | sack.de

Schumacher Kooperative Lernmethoden nach Norm Green



Erstauflage 2014, 40 Seiten, Kartoniert, Paperback, Format (B × H): 190 mm x 270 mm, Gewicht: 121 g Reihe: Staatsexamensarbeit
ISBN: 978-3-95820-250-4
Verlag: Bachelor + Master Publishing


Schumacher Kooperative Lernmethoden nach Norm Green

Beim Kooperativen Lernen unterstützen sich die Schülerinnen und Schüler in Partner oder Gruppenarbeit gegenseitig und kommen gemeinsam zu Ergebnissen. Durch die vielfältige Art und Weise der Methoden wird in den klar strukturierten Teams ein hohes Aktivierungsniveau erzielt. Verbunden mit einer inhaltlichen Klarheit der Sache führt dies zu anhaltenden Lernerfolgen im kognitiven und sozial-affektiven Bereich.

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Textprobe:
Kapitel 3.2.4, Aufgabenverteilung - Die Übertragung der persönlichen Verantwortung:
Die Schülerinnen und Schüler gewöhnen sich daran, dass sie auch trotz der Gruppenbildung am Anfang der Arbeitsphase eine Einzelarbeit zu erledigen haben. Des Weiteren tragen sie in der Gruppenarbeitsphase eine klare individuelle Verantwortung, an die sie gebunden sind und an der sie sich weiterentwickeln können.
Wenn nicht schon die Gruppe durch das Zufallsverfahren nummeriert ist, so geschieht dies durch die Methode Numbered Head . Numbered Head ist eine Methode, bei der sich die Gruppenmitglieder im Uhrzeigersinn durchnummerieren. Für die Lehrperson ist es immer gut zu wissen, welches Gruppenmitglied welche individuelle Aufgabe hat. Deshalb trägt das Gruppenmitglied, das sich am nächsten zur Tafel befindet, die Nummer eins .
3.2.5, Klare Zeiteinteilung - Die Einteilung von echter Lernzeit:
Die Zeiteinteilung ist von entscheidender Bedeutung. Die Lerngruppe weiß immer ganz genau, wie viel Zeit sie noch für die Teamarbeit hat. Das Ende der Teamarbeitszeit steht deshalb an der Tafel. Wenn die Teamarbeit in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeitszeit unterteilt ist, so markiert die Lehrperson die Phasen durch ein akustisches Signal (zum Beispiel mit einem Gong). Auch bei der Graffitimethode, wo es verschiedene Phasen gibt, ist dies sehr sinnvoll. Darauf gehe ich später noch ein. Die Zeitangaben finden auf jeden Fall Beachtung und werden nicht überschritten, denn der Lernprozess beim Kooperativen Arbeiten ist genauso wichtig wie das Produkt, auch wenn die Ergebnisse noch nicht vorliegen.
3.2.6, Teamarbeit - Förderung von Teamfähigkeit:
Die Schülerinnen und Schüler werden im Prozess von der Gruppe zum Team von der Lehrperson unterstützt. Diese Unterstützung geschieht auf eine einfühlsame Art und Weise. Die Jugendlichen lernen, dass es effektiver ist, im Team zusammenzuarbeiten als in der Gruppe gegeneinander.
Eine kontraproduktive Arbeitsweise ist auch das Sich-Herausnehmen und Sich-Ausklinken aus der Gruppe, da es für die anderen eine Belastungssituation bedeutet. Die Lehrperson handelt bei der Intervenierung der Gruppenarbeit einfühlsam und begibt sich auf die gleiche Augenhöhe wie die Schülerinnen und Schüler, so dass ein horizontaler Blickkontakt möglich ist.
3.2.7, Demokratie - Demokratische Unterrichtsstruktur im Plenum:
In der Schlussphase, bei der Präsentation der Teamarbeiten, wird noch mal deutlich gemacht, dass es zwischen den Teams untereinander auch einen kleinen Wettkampf gibt, der zur engagierten Teamarbeit auffordert. Wettkampf zwischen Teams ist nicht gleichzusetzen mit konkurrierendem Lernen, da das Individuum im Team eingebunden und nicht isoliert ist. Norm Green stellt dazu in seinen Forschungsergebnissen klar: Konkurrenz erhöht Angst und veranlasst Menschen, sich weniger fähig zu fühlen, Leistung zu erbringen. Kooperatives Lernen erzeugt die gegenteilige Reaktion bei Schülern.
In der Präsentationsphase kommen die Schülerinnen und Schüler des jeweiligen Teams dann nach vorne an die Tafel. Die Lehrperson verteilt das Rederecht und sorgt für genügend Ruhe bei der Präsentation. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren dann ihre Ergebnisse und fordern zum Feedback auf. Beim Feedback der Präsentationen gibt es verschiedene Ebenen, die angesprochen werden:
Inhaltliche Ebene (Ist das Gesagte verständlich, vollständig und korrekt?); Präsentationsebene (Ist der Inhalt klar? Wird er laut und deutlich präsentiert?); Visuelle Ebene / Plakatgestaltung (Ist das Plakat gut lesbar?).


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