Düsterwald | Von Blendern und Intriganten | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, 212 Seiten

Düsterwald Von Blendern und Intriganten

Der tägliche Kampf gegen Neid, Gier und Lügen in Alltag und Beruf

E-Book, Deutsch, 212 Seiten

ISBN: 978-3-7412-1587-2
Verlag: Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)



Der erfahrungsbasierte Ratgeber analysiert den Charakter und beschreibt das Verhalten von betrügerisch veranlagten Menschen, die sich anderen gegenüber geschickt als wohlgesonnen ausgeben, um sie hinter ihrem Rücken rücksichtslos auszunutzen und gründlich zu übervorteilen.
Anhand von detaillierten Beschreibungen, mehreren Tests und vielen praxiserprobten Ratschlägen erfährt der Leser, welche Gefahren von solchen "Blendern und Intriganten" ausgehen, wie man sie trotz ihrer Tarnung erkennt, wie anfällig man für ihre Attacken ist und wie sich Privatleute und Organisationen gegen "Blendertum" wehren können.
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3 Blender und Intriganten
Kommen wir nun zum eigentlichen Thema. Wer sind eigentlich „Blender“ und „Intriganten“? Wie oben bereits dargestellt, gibt es über den Typ Mensch, der andere unerkannt benachteiligt oder dies in einem nicht juristisch verfolgbaren Rahmen tut, gerade aus diesem Grund (unerkannt oder juristisch nicht verfolgbar) keine Statistiken, sondern überwiegend persönliche Beobachtungen. Blender stellen gewissermaßen die „weiche“ Form des Betrügers, Veruntreuers oder Diebs dar, denn auch der Diebstahl oder die missbräuchliche Verwendung von Informationen, die für andere gedacht sind, stellt für meine Begriffe eine Form des Diebstahls dar. Aber oft wirken Blender im Alltag unauffällig, sogar freundlich und sympathisch. Meine Definition lautet: „Blender sind Menschen, die sich regelmäßig mit unredlichen Mitteln auf Kosten anderer ungerechtfertigte Vorteile verschaffen“. 3.1 Die Psychologie von Blendern
Wenn sich Menschen auf unredliche Weise Vorteile auf Kosten anderer verschaffen, dann setzt dies drei wesentliche Grundzüge voraus: Unehrlichkeit Gier Das Streben nach Macht und Anerkennung Nun werden Sie sagen, das trifft doch vom Grundsatz her für jeden von uns in einem gewissen Ausmaß zu, denn der Mensch ist selten ein Heiliger. Ja, richtig, aber bei dem Begriff „Blender“ handelt es sich um die Beschreibung (aber auch die tatsächliche Beobachtung) eines bestimmten Menschentyps, der sich durch besonders unredliche Charaktereigenschaften auszeichnet und als „Modell“ für die Erklärung unethischen Verhaltens, wie der nachhaltigen, vorsätzlichen Schädigung anderer, dienen soll. Je schwächer diese Eigenschaften in der Realität bei einem Menschen ausgeprägt sind, desto „normaler“ und regelkonformer verhält sich derjenige, und desto weniger Nachteile müssen Sie von ihm befürchten. Als Nächstes wollen wir uns diese drei hauptsächlichen Wesensmerkmale nun einmal näher anschauen. Abb. 1: Das Blender-Dreieck4 (eigene Darstellung) Unehrlichkeit Unter Unehrlichkeit soll hier die allgemeine Bereitschaft verstanden werden, gegen ethisch-moralische Prinzipen, aber auch gegen allgemeine Regeln und Gesetze zu verstoßen, um sich Vorteile auf Kosten anderer zu verschaffen. Unehrlichkeit ist das eigentliche Wesensmerkmal des Blenders. Es besagt, dass ein Blender weniger Skrupel hat, gegen ethisch-moralische Prinzipen, aber auch gegen Regeln und Gesetze zu verstoßen, als der Durchschnitt der Bevölkerung. Der Blender nimmt das Risiko, dabei aufzufallen und sanktioniert zu werden, in Kauf, und auch die gesellschaftliche Schande, die ihn trifft, wenn er bei einem Regelverstoß ertappt wird, ist ihm weniger wichtig als anderen. Dieses Merkmal ist die Grundvoraussetzung für Blendertum, denn es beinhaltet die Bereitschaft, anderen ausschließlich zum Zweck der Befriedigung eigener Bedürfnisse zu schaden. Die Schäden, die der Blender bei anderen verursacht oder in Kauf nimmt, können zum Teil erheblich sein. Gier/Egoismus Das Merkmal Gier/Egoismus bezeichnet den starken Wunsch, materielle und immaterielle Güter in Besitz zu nehmen und/oder diese anderen nicht zu gönnen. Bei Blendern ist auch diese Eigenschaft überdurchschnittlich stark ausgeprägt. Nicht nur die Gier, sondern auch der Hang zur Missgunst birgt ein hohes Risiko für Menschen, die Umgang mit dem Blender haben. Macht/Anerkennung Das Streben nach Macht und/oder Anerkennung ist zu verstehen als der starke Wunsch, ein hohes Ansehen in der Gesellschaft zu erzielen, Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu erfahren, andere zu kontrollieren und selbst möglichst unabhängig zu bleiben. Auch hier gilt, dass diese Eigenschaft bei einem Blender überdurchschnittlich stark ausgeprägt ist. Zu ergänzen ist, dass ohne die Grundvoraussetzung der Unehrlichkeit in der Regel kein Blendertum vorliegt. Ein Mensch, der sehr nach Anerkennung und nach materiellen oder immateriellen Gütern verlangt, aber einen sehr ehrlichen Charakter hat, wird in der Regel ein sehr ehrgeiziger Zeitgenosse sein, der manchmal hart und ruppig mit anderen umspringt, aber das Risiko, auf hinterhältige Weise von ihm übervorteilt zu werden, ist bei diesem Menschentyp eher gering, wenn der Wesenzug der Unehrlichkeit nicht oder nur sehr gering vorhanden ist. Natürlich gibt es nicht den typischen Blender. Blender haben die unterschiedlichsten Charaktereigenschaften, Vorlieben, Hobbies etc. Sie sind in allen Hierarchiestufen anzutreffen. Einiges haben sie jedoch oft gemein: Nach außen meist selbstbewusstes Auftreten Anmaßendes Verhalten Sich selbst groß machen, andere klein halten Selten Nachweise für die fantastischen eigenen Erfolge Oft Intrigen gegen andere, hinterhältig Geschicktes Manipulieren anderer Anders handeln als versprochen, Versprechen vergessen, brechen Oft verkörpern sie auch den Typus des „Schleimers“, der sich beim Chef einschmeichelt und Kollegen schlecht macht. 3.2 Zehn allgemeine Blender-Merkmale
Im Blenderdreieck haben wir die drei Hauptmotive von Blendern nun beschrieben. Aus diesen Motiven heraus handeln sie, und je nach Ausprägung der einzelnen Merkmale schädigen sie damit andere oder nehmen deren Schädigung billigend in Kauf. Diese Motivlage des Blenders schlägt sich in einer Reihe von typischen Erkennungsmerkmalen nieder, die wir im nächsten Hauptkapitel „Woran erkennen Sie Blender?“ behandeln wollen. Doch bevor wir uns mit den Erkennungsmerkmalen im Detail beschäftigen, möchte ich Ihnen nun zunächst die zehn charakteristischsten Wesenszüge des Blenders vorstellen. Vielleicht erkennen Sie ja schon jetzt den einen oder anderen, auf den diese Kennzeichen zutreffen könnten. Blender sind zunächst einmal ganz normale Menschen wie Sie und ich. Sie können im Alltag freundlich oder unfreundlich wirken, eloquent oder unbeholfen auftreten, den geselligen Kumpeltyp verkörpern oder den Eigenbrötler. Allen Blendern haftet aber die Tendenz an, sich auf Kosten anderer unrechtmäßige Vorteile zu verschaffen. Damit verbunden sind häufig folgende Beobachtungen: Sie sind übermäßig stark auf das eigene Wohlergehen fixiert, entweder in Form von materiellen und finanziellen Vorteilen, oder in Form von Anerkennung, Macht und Einfluss. Sie sind rücksichtslos gegen andere. Es reicht ihnen nicht, auf regulärem, fairen Weg an ihr Ziel zu kommen. Sie wollen Vorteile nutzen, sobald sich ihnen welche bieten. Dabei ist es ihnen auch recht, wenn sie dabei die gültigen „Spielregeln“ ein wenig zu ihren Gunsten abändern können. Dabei spielen Sie gern mit anderen ihre „Spiele“, deren Regeln sie gern selbst bestimmen. Es wundert daher nicht, dass, wer sich auf ihre Vorschläge und Vereinbarungen einlässt, das Spiel meistens verliert. Blender sind hinterhältig und unaufrichtig. Sie sind nur selten offen und tarnen ihr Verhalten, täuschen aber Redlichkeit und Offenheit vor. Ihre intriganten Spiele sind von außen nicht oder nur sehr schwer erkennbar. Es liegt in der Natur der Sache, dass sie sich mit dem Anschein der Redlichkeit umgeben. Wenn man sie noch nicht näher kennt, vermutet man deshalb in den seltensten Fällen Arglist und Scheinheiligkeit bei ihnen. Denn unredliches Verhalten wird nur dann nicht sanktioniert und kann beliebig lange fortgesetzt werden, wenn es nicht als Solches erkannt wird. Blender bringen anderen häufig Gefühle von Neid und Missgunst entgegen. Sie zeigen diese meistens gegenüber anderen, attraktiveren, freundlicheren oder erfolgreicheren Menschen und können ihnen schlecht etwas gönnen, denn ihr Egoismus lässt nicht zu, dass es anderen, wenn auch nur vermeintlich, besser geht als ihnen. Blender haben oft die Neigung, sich unnötigerweise in den Vordergrund zu spielen, im Mittelpunkt zu stehen. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, sich mit fremden Federn zu schmücken und andere in ein schlechtes Licht zu rücken. Sie neigen zu Überheblichkeit und Geringschätzung gegenüber anderen. Sie scheuen Verantwortung. Blender weichen schwierigen Entscheidungen gern aus oder sie streiten Fehler ab und schieben sie anderen oder den Umständen zu. Sie haben ein falsches Bild von sich selbst. Blender sind sehr ichbezogene Menschen. Ihre Weltsicht konzentriert sich auf sie selbst, andere bedeuten ihnen meistens nicht viel. Egoismus zeichnet ihr Verhalten aus, und das Abgeben an andere fällt ihnen schwer. Oft haben sie ein wesentlich besseres Eigenbild von sich selbst als von anderen, während das Bild anderer über sie oft deutlich negativer ausfällt. Sie sind oft gut vernetzt. Viele Blender lieben die Geselligkeit, weil sie so besser an ihre „Opfer“ herankommen. Sie sprechen gern mit anderen, allein deshalb, weil es ihnen wichtig ist, die eigenen Vorzüge...


Düsterwald, Robert
Robert Düsterwald ist selbstständiger Unternehmensberater. Nach seinem Studium war er zunächst viele Jahre lang als Projektleiter und Führungskraft in drei großen Unternehmen verschiedener Branchen beschäftigt. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Personalführung von Projektmitarbeitern und Mitarbeitern aus der Linienorganisation und hat sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, was Leistungsträger und Minderleister voneinander unterscheidet. Seine Erkenntnisse hat er in dem vorliegenden Buch zusammengefasst.


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