E-Book, Deutsch, 300 Seiten, Web PDF
Kramer Integratives und nachhaltigkeitsorientiertes Wassermanagement
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8349-8446-3
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Kooperationspotenziale zwischen Deutschland und Zentralasien
E-Book, Deutsch, 300 Seiten, Web PDF
Reihe: Computer Science and Engineering (German Language)
ISBN: 978-3-8349-8446-3
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Wasser stellt für Zentralasien, d.h. in den Staaten Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan, eine räumlich und zeitlich sehr divergent verfügbare Ressource dar. In diesem Tagungsband zeigen namhafte deutsche und zentralasiatische Experten die daraus entstehenden Probleme, Konfliktpotenziale und Herausforderungen auf. Anhand regionaler Beispiele werden der Status quo und theoretische bzw. bereits praktizierte Lösungsansätze präsentiert. Ziel des vorgestellten Instrumentes „Integriertes Wasserressourcenmanagement“ ist der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser. Neben Vorschlägen zur praktischen Umsetzung dieses Prinzips von politischer bis lokaler Ebene werden in den Beiträgen auch notwendige Anpassungen in der Aus- und Weiterbildung des Personals diskutiert.
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Problematik des nachhaltigen Wassermanagements in Zentralasien.- Ein „Wasser-, Energie- und Umwelt-Pakt“ für Zentralasien – Bildungsziele „Wasser-Management“ und „Wasser-Governance“.- Grenzüberschreitendes Wassermanagement in Zentralasien.- Ingenieurgeonomische Aspekte der Risikoeinschätzung von Wasser- und Energieproblemen.- Integriertes Wasserressourcenmanagement in den Ländern Zentralasiens: der grenzüberschreitende Kontext.- Institutionelle Stärkung der Potenziale bei der Wassernutzung als Faktor einer nachhaltigen Entwicklung.- Das Forschungsnetzwerk „Water in Central Asia“ (CAWa) – Von Klimawandel bis Wassermanagement.- Wasser-Governance und staatliche Regulierung in Zentralasien.- Wasser-Governance in Zentralasien: institutionelle Rahmenbedingungen und Herausforderungen.- Wasserrecht der Republik Kasachstan im Kontext der Umweltsicherheit.- Rechtliche Regelungen für die landwirtschaftliche Nutzung von Wasserressourcen in der Republik Kasachstan.- Aspekte des Wasserbaus und der Wasserwirtschaft mit Fokus auf Zentralasien.- Grundlegende Aspekte der Wasserwiederverwendung.- Wasserkraftanlagen – ökonomische, ökologische und soziologische Aspekte.- Besonderheiten von Vereisung und Gletscherschmelze im Tien-Shan in Zeiten des globalen Klimawandels.- Wasserwirtschaftliche Probleme am Unterlauf des Syrdarja.- Hochwasser-Probleme am Unterlauf des Syrdarja.- Wasserwirtschaftliche Prioritäten im Einzugsgebiet von Aralsee und Syrdarja.- Probleme der Wasserqualität und anthropogene Einflüsse auf den Abfluss des Ili.- Wasserressourcen und Entwicklungspotenziale der Bewässerung in Kasachstan.- Gestaltung und Unterhaltung von Fließgewässern im urbanen Bereich.- Digitalisierung und Schwachstellenanalyse von Kanalnetzen – Vereinheitlichtegeowissenschaftliche Simulation von städtischen Oberflächenabflussvorgängen und Kanalnetzen.- Wasserressourcenmanagement und Nachhaltigkeit – Erfahrungen aus der Praxis.- Erfolge und Probleme bei der Einführung des Integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM) im Ferghana-Tal.- Integrierte Ansätze zu Land- und Wassermanagement in Zentralasien: Ein Pilotprojekt im Aralseegebiet.- Beiträge der Satellitenfernerkundung für ein nachhaltiges und grenzüberschreitendes Wassermanagement in Zentralasien.- Wasserressourcenmanagement und Nachhaltigkeit – Einflussnahme im akademischen Bereich.- German Alumni Water Network – Empfehlungen für Zentralasien auf Grundlage der Netzwerkergebnisse, -erfahrungen und -projekte.- Technologie- und Ressourcenmanagement – Erfahrungen aus dem bikulturellen Masterstudiengang „Integrated Water Resources Management for Arab and German Professionals“.- Mögliche Beiträge von Wasserversorgungs- und Consultingunternehmen zum Aufbau des neuen Studiengangs „Wassermanagement und -technik“ an der DKU.
2. Grenzüberschreitendes Wassermanagement in Zentralasien (S. 17-18)
Frank Schrader, Dörte Ziegler, Marina Meuss, Hans-Ullrich Ihm
2.1 Ziel des Beitrages
Der vorliegende Beitrag von Vertretern der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) auf der Tagung „Neue Studienrichtungen im Bereich Wassermanagement und Wassertechnik an der Deutsch-Kasachischen Universität“ am 06. und 07. Oktober 2008 in Almaty (Kasachstan) setzt sich das Ziel, das in Erarbeitung befindliche Programm der GTZ „Grenzüberschreitendes Wassermanagement in Zentralasien“ vorzustellen.
Eine verbesserte Ausbildung von Fachleuten verschiedener Wasser-Studienrichtungen kann mittel- und langfristig wesentlich zu einer effektiven integrierten Wasserwirtschaft beitragen. Synergien und Kooperationen in der Hochschulausbildung zwischen Kasachstan und der Bundesrepublik Deutschland zwischen dem GTZ-Programm und den wissenschaftlichen und Ausbildungseinrichtungen sollen hiermit unterstützt werden.
2.2 Deutsche Wasserinitiative zu Zentralasien
Eingebettet in die 2007 beschlossene EU-Strategie für Zentralasien15 regte die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Außenminister Herrn Steinmeier, zu Beginn des Jahres 2008 eine Wasserinitiative für Zentralasien an. Die fünf Länder der Region um den Aralsee sollen unterstützt werden, gegenwärtig drängende Fragen der grenzüberschreitenden Gewässernutzung einer Lösung zuzuführen.
Der gleichberechtigte Zugang der zentralasiatischen Staaten zu Wasser stellt – wie die aktuellen Vorgänge der jüngsten Jahre zeigen – eine unverzichtbare Grundlage für die weitere ökonomische und soziale Entwicklung der Staaten der Region dar. Trotz wesentlicher Erfolge der Aralsee-Staaten in der Koordination der gemeinsamen Wasserressourcen seit der Unabhängigkeit, bestehen nach wie vor Konflikte bei gemeinsamer Nutzung des begrenzten Gutes Wasser.
Die deutsche Wasserinitiative zielt auf drei wesentliche Elemente ab: Vertiefte außenpolitische Zusammenarbeit, angepasste technische, rechtliche und administrative Lösungen in den Bereichen Wasserkraft, Bewässerung, ländliche Wasserversorgung und Abwasserreinigung sowie Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Deutschland und den Ländern und Institutionen Zentralasiens.




