E-Book, Deutsch, 1825 Seiten
Reihe: Medicine (German Language)
Steinbeck / Paumgartner Therapie innerer Krankheiten
11. Auflage 2005
ISBN: 978-3-540-26504-7
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
E-Book, Deutsch, 1825 Seiten
Reihe: Medicine (German Language)
ISBN: 978-3-540-26504-7
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
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Komplexe Fragen - kompetente Antworten - Wo liegen Fehlermöglichkeiten und 'Fettnäpfchen'? - Was ist häufig und wichtig? - Welche Werte muss ich wann kontrollieren? Konkrete Konzepte - handfestes Handeln - Stufentherapie individuell abgestimmt auf Ihre Patienten - Komplexe Therapie für multimorbide Patienten - Praxistipps für typische und atypische Therapieprobleme - Strikte Konzentration auf die Therapie - Klare, kompakte Information zur sofortigen sicheren Anwendung Der Zusatznutzen - Besondere Hervorhebungen: wichtige Kernaussagen, Fehlermöglichkeiten, Praxistipps - Verweise auf relevante Leitlinien und aktuelle Studienergebnisse - Zusatzinformationen zur Beratung Ihrer Patienten - Abkürzungs-Glossar, ausführlicher Normwerte-Anhang, zentrale Internetadressen Das Therapie-Management für die gesamte Innere Medizin NEU in 11. Aufl. Alle Therapieempfehlungen jetzt mit Angaben zur Evidenz-basierten Medizin (EbM) 'Insgesamt ein hervorragendes, didaktisch sehr gelungenes Buch ...' (Internistische Praxis, 2004)
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort zur 11.Auflage;5
2;Wozu Evidenz-basierte Therapieempfehlungen?;7
3;Inhaltsverzeichnis;9
4;Herausgeberverzeichnis;15
5;Autorenverzeichnis;17
6;Abkürzungsverzeichnis;23
7;Sektion A Herz und Gefäße;26
7.1;1 Koronarinsuffizienz und Herzinfarkt;28
7.2;2 Kardiomyopathien;59
7.3;3 Akute kardiale Dyspnoe und Lungenödem;87
7.4;4 Schock und akute Kreislaufinsuffizienz;96
7.5;5 Chronische Herzinsuffizienz;122
7.6;6 Erworbene Herzklappenfehler;147
7.7;7 Endokarditis;162
7.8;8 Perikarditis;179
7.9;9 Chronisches Cor pulmonale;191
7.10;10 Angeborene Herzfehler im Erwachsenenalter;199
7.11;11 Bradykarde Rhythmus störungen;209
7.12;12 Tachykarde Rhythmus störungen;223
7.13;13 Funktionelle kardiovaskuläre Störungen;250
7.14;14 Chronische arterielle Hypotonie – Synkope;255
7.15;15 Arterielle Hypertonie;262
7.16;16 Periphere arterielleDurchblutungsstörungen;279
7.17;17 Venen- und Lymphgefäßerkrankungen;295
7.18;18 Allgemeine Intensivtherapie;305
8;Sektion B Atmungsorgane,Allergie;368
8.1;19 Chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung und Lungenemphysem;370
8.2;20 Asthma bronchiale;384
8.3;21 Pneumonien;398
8.4;22 Erkrankungen der Pleura;412
8.5;23 Lungenembolieund Lungeninfarkt;426
8.6;24 Lungengerüsterkrankungen;435
8.7;25 Sarkoidose;460
8.8;26 Akute und chronische respiratorische Insuffizienz;467
8.9;27 Mediastinal-,Lungenund Pleuratumoren;506
8.10;28 Schlafbezogene Atmungsstörungen;526
8.11;29 Allergiebedingte Erkrankungen;537
9;Sektion C Niere und ableitende Harnwege;552
9.1;30 Glomerulonephritiden;554
9.2;31 Interstitielle Nephritis;579
9.3;32 Hereditäre Nierenerkrankungen;588
9.4;33 Wasser- und Elektrolythaushalt;604
9.5;34 Akutes Nierenversagen;624
9.6;35 Chronische präterminale Niereninsuffizienz;638
9.7;36 Hämodialyse,Hämofiltration, Peritonealdialyse;649
9.8;37 Nierentransplantation;665
9.9;38 Tumoren der Niere;685
9.10;39 Nephrolithiasis;691
9.11;40 Harnwegsinfektionen;696
10;Sektion D Ösophagus und Gastrointestinaltrakt;708
10.1;41 Erkrankungen der Speiseröhre;710
10.2;42 Erkrankungen des Magens und des Zwölffingerdarms;735
10.3;43 Darmerkrankungen;749
10.4;44 Pankreaserkrankungen;787
11;Sektion E Leber und Gallenwege;802
11.1;45 Hepatitiden;804
11.2;46 Cholestatische Lebererkrankungen und Stoffwechselerkrankungen der Leber;830
11.3;47 Leberzirrhose;842
11.4;48 Erkrankungen der Gallenblase und der Gallenwege;864
12;Sektion F Stoffwechsel;874
12.1;49 Grundlagen der Ernährung;876
12.2;50 Diabetes mellitus;883
12.3;51 Fettstoffwechselstörungen;923
12.4;52 Adipositas;937
12.5;53 Gicht und andere Krankheiten des Purin- und Pyrimidinstoffwechsels;943
12.6;54 Hereditäre Störungen des Aminosäurenstoffwechsels;950
12.7;55 Porphyrien;955
13;Sektion G Endokrines System;966
13.1;56 Erkrankungen von Hypothalamus und Hypophyse;968
13.2;57 Erkrankungen der Schilddrüse;985
13.3;58 Erkrankungen der Nebenschilddrüsen;1008
13.4;59 Erkrankungen der Nebenniere;1017
13.5;60 Erkrankungen der Ovarien;1035
13.6;61 Erkrankungen der Hoden;1050
13.7;62 Störungen des Wachstums und der Entwicklung;1077
14;Sektion H Blut und lymphatisches System;1086
14.1;63 Anämien;1088
14.2;64 Aplastische Anämie und verwandte Zytopenien;1103
14.3;65 Myelodysplastische Syndrome;1115
14.4;66 Akute Leukämien;1124
14.5;67 Chronische myeloproliferative Erkrankungen;1133
14.6;68 Hodgkin-Lymphome;1149
14.7;69 Non-Hodgkin-Lymphome;1158
14.8;70 Monoklonale Gammopathien;1173
14.9;71 Ersatz von Blut und Blutkomponenten;1188
14.10;72 Blutstammzell- und Knochenmarktransplantation;1204
15;Sektion I Hämostatisches System;1218
15.1;73 Angeborene plasmatische Gerinnungsstörungen;1220
15.2;74 Erworbene plasmatische Gerinnungsstörungen;1237
15.3;75 Angeborene und erworbene Thrombozyten funktionsstörungen;1248
15.4;76 Antithrombotische Therapie: Antikoagulanzien,Plättchenhemmer und Thrombolytika;1260
16;Sektion J Gelenke,Knochen,Muskeln;1272
16.1;77 Rheumatische Erkrankungen;1274
16.2;78 Knochenerkrankungen;1311
16.3;79 Physikalische Therapie;1321
17;Sektion K Nervensystem;1340
17.1;80 Kopfschmerz;1342
17.2;81 Schwindel;1359
17.3;82 Zerebrale Durchblutungs störungen;1372
17.4;83 Epilepsien;1387
17.5;84 Hypersomnien;1405
17.6;85 Idiopathisches Parkinson- Syndrom und andere Basalganglienerkrankungen;1410
17.7;86 Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems;1428
17.8;87 Polyneuropathien;1470
17.9;88 Erkrankungen der Skelettmuskulatur;1486
17.10;89 Hirntodbestimmung und Organtransplantation;1497
17.11;90 Therapie chronischer Schmerzen;1502
17.12;91 Schlafmitteltherapie;1518
17.13;92 Therapie mit Psychopharmaka;1531
18;Sektion L Infektionskrankheiten;1554
18.1;93 Bakterielle Infektionskrankheiten;1554
18.2;94 Rickettsiosen,Q-Fieber und Ehrlichiosen;1595
18.3;95 Chlamydien- und Mykoplasmeninfektionen;1601
18.4;96 Virusinfektionen;1606
18.5;97 Parasitosen;1627
18.6;98 Tuberkulose;1656
18.7;99 Systemische Pilzinfektionen;1667
18.8;100 Aids und HIV-Infektion;1680
18.9;101 Infektionen bei neutropenischen Patienten;1697
18.10;102 Antibakterielle Chemotherapie;1705
19;Sektion M Therapie unter besonderen Umständen;1730
19.1;103 Allgemeine Prinzipien der klinischen Pharmakologie;1732
19.2;104 Besonderheiten der Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft;1753
19.3;105 Pharmakotherapie: Besonderheiten bei älteren Patienten;1767
20;Anhang;1780
20.1;A1. Laborreferenzbereiche;1780
20.2;A2. Nomogramm zur Bestimmung der Körperoberfläche;1787
20.3;A3. Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz;1788
20.4;A4. Häufigste Erreger – Antibiotikaauswahl;1802
20.5;A5. Physikalische Unverträglichkeit von Antibiotika und Antimykotika in Infusionslösungen;1805
20.6;A6. Relative Potenz und Äquivalenzdosen von Glucocorticosteroiden;1805
20.7;A7. Relative Potenz und Äquivalenzdosen von Opioiden;1806
20.8;A8. Giftnotrufzentralen in Deutschland;1806
20.9;A9. Tropenmedizinische Institute im deutschsprachigen Raum;1806
21;Sachverzeichnis;1808
22;Medikamentenverzeichnis;1834
Sektion C Niere und ableitende Harnwege (S. 530-531)
30 Glomerulonephritiden
In Deutschland werden zur Zeit ca.25% der terminalen Nierenversagen durch primäre oder sekundäre Glomerulonephritiden verursacht.Glomerulonephritiden stellen damit nach der diabetischen Nephropathie die zweithäufigste Ursache einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz dar. Vor einer Diskussion von therapeutischen Ansätzen scheint eine kurze Passage zu begrifflichen Definitionen sinnvoll.Von entzündlichen Glomerulonephritiden werden formal nichtentzündliche Glomerulopathien unterschieden (dieser Übergang ist jedoch fließend, sodass vielfach, z.B.bei der membranösen Glomerulonephritis, die Begriffe Glomerulonephritis und Glomerulopathie synonym gebraucht werden).
Auch die klassische Einteilung in primäre, d. h. renal limitierte, und sekundäre Glomerulonephritiden im Gefolge von Systemerkrankungen bzw. als Begleiterkrankung ist nicht immer eindeutig, da sich bei verfeinerter Suche oft auch systemische, jedoch klinisch inapparente,Manifestationen nachweisen lassen (z.B.extrarenale,vaskuläre IgA-Ablagerungen bei IgA-Nephropathie).Zudem können gleichartige renale Krankheitsbilder sowohl als primäre, idiopathische Glomerulonephritis als auch sekundär auftreten (z.B.idiopathische membranöse Glomerulonephritis,membranöse Glomerulonephritis bei Lupus erythematodes und membranöse Glomerulonephritis bei Hepatitis B).
Obwohl in diesem Abschnitt nur die primären Glomerulonephritiden besprochen werden,ergeben sich daher auch für die Therapie sekundärer Glomerulonephritiden oftmals wichtige Aspekte.Vorwiegend aus historischen Gründen wird in diesem Kapitel auch die peri- bzw.postinfektiöse und hier besonders die Poststreptokokken-Glomerulonephritis abgehandelt.
30.1.1 Grundlagen
Diagnostik. Neben anamnestischen und klinischen Befunden (Ödeme,Hypertonie,Hinweise auf Systemerkrankungen bzw. Infektionen) kommt der Teststreifenuntersuchung des Urins als Suchtest die größte Bedeutung zu. Weitere essenzielle Informationen ergeben sich aus Blutanalysen (Kreatinin,Harnstoff,Blutbild,Cholesterin u.a.). Bei Hinweisen auf eine renale Erkrankung sind weiterführende Untersuchungen, insbesondere eine Analyse der 24-h-Proteinurie (alternativ Protein/Kreatinin- Ratio im zweiten Morgenurin), Kreatinin-Clearance, Erythrozytenmorphologie im Urin und ggf. serologische Tests (Hepatitis, ANA, ANCA etc.) indiziert.
Bildgebend kommt der Sonographie (Bestimmung der Nierengröße, Parenchymdicke etc.) die höchste Bedeutung zu. Dennoch lässt sich mit diesen nichtinvasiven Analysen bei primären Glomerulonephritiden in der Regel keine spezifische Diagnose stellen. Auf der Basis der genannten Daten kann man jedoch bereits die therapeutisch wichtige Frage klären, ob ein rapid progredienter Verlauf (Nierenfunktionsverlust innerhalb von Tagen oder Wochen) vorliegt und/ oder ein nephrotisches Syndrom (Proteinurie >,3,5 g pro Tag,Hypoalbuminämie,Ödeme,Hypercholesterinämie) oder eine andere klinische Verlaufsform.




