Tippelt / von Hippel | Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 1069 Seiten, Web PDF

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

Tippelt / von Hippel Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung


4Auflage 2010
ISBN: 978-3-531-92016-0
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, 1069 Seiten, Web PDF

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

ISBN: 978-3-531-92016-0
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Erwachsenenbildung und Weiterbildung stehen mehr denn je im Fokus erziehungswissenschaftlicher und gesellschaftlicher Diskurse. Als Grundlagenwerk zu Geschichte, Theorien, Forschungsmethoden und Institutionen vermittelt das Handbuch einen systematischen Überblick über den vielfältigen
Themenbereich. Die zahlreichen Zielgruppen der Erwachsenenbildung und Weiterbildung wie auch die verschiedenen Methoden des Lehrens und Lernens werden zugleich einführend und umfassend dargestellt.
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Zielgruppe


Research

Weitere Infos & Material


Geschichte der Erwachsenenbildung.- Geschichte der Erwachsenenbildung.- Erwachsenenbildung im Nationalsozialismus.- Erwachsenenbildung in der Bundesrepublik Deutschland – Alte Bundesländer und neue Bundesländer.- Theoretische Ansätze der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.- Sozialisationstheorie und Erwachsenenbildung.- Biographietheoretische Ansätze in der Erwachsenenbildung.- Lebenswelt, Lebenslage, Lebensstil und Erwachsenenbildung.- Der sozialökologische Ansatz in der Erwachsenenbildung.- Systemtheoretische Analysen der Weiterbildung.- Konstruktivistische Ansätze in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung.- Der bildungstheoretische Ansatz in der Erwachsenenbildung.- Wissen(stheorie) und Erwachsenenbildung/Weiterbildung.- Zeitfragen und Temporalität in der Erwachsenenbildung.- Forschungsstrategien und Methoden.- Geschichte der Erwachsenenbildungsforschung.- Neuere Entwicklungen in der qualitativen Erwachsenenbildungsforschung.- Methoden und Ergebnisse der quantitativ orientierten Erwachsenenbildungsforschung.- Berichts- und Informationssysteme zur Weiterbildung und zum Lernen Erwachsener.- Programmanalyse – Methoden und Forschungen.- Messung und Zertifizierung von Kompetenzen in der Weiterbildung aus internationaler Perspektive.- Institutionelle, finanzielle, rechtliche und personelle Grundlagen.- Ordnungsgrundsätze der Erwachsenenbildung in Deutschland.- Rechtliche Grundlagen der Weiterbildung.- Bildungsökonomie und Weiterbildung.- Professionalisierung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.- Berufsfeld Weiterbildung.- Weiterbildungsmanagement.- Marketing.- Institutionenforschung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.- Volkshochschule.- Kirchliche Erwachsenenbildung.- Gewerkschaftliche Bildungsarbeit.- Bibliotheken als Supportstrukturen fürLebenslanges Lernen.- Museum und Erwachsenenbildung.- Weiterbildung an Hochschulen.- Vom kritisch motivierten „Lernen in Selbsthilfe “ zum ökonomisch gerahmten „selbstgesteuerten Lernen“: Eine symptomatische Karriere?.- Vernetzung in der Weiterbildung: Lernende Regionen.- Internationale Perspektiven der Erwachsenenbildung.- Erwachsenenbildung und Alphabetisierung in Entwicklungsländern.- Bereiche der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.- Weiterbildung und Kultur.- Weiterbildung und Politik.- Weiterbildung und Beruf.- Weiterbildung und Technik.- Erwachsenenbildung und Medien.- Weiterbildung und Umwelt: Bildung für nachhaltige Entwicklung.- Weiterbildung und Gesundheit.- Beratung im Kontext lebenslangen Lernens.- Adressaten, Teilnehmer und Zielgruppen.- Beteiligungsregulation in der Weiterbildung.- Weiterbildung in regionaler Differenzierung.- Adressaten-, Teilnehmer- und Zielgruppenforschung.- Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.- Bildung im Alter.- Frauenbildung/Gender Mainstreaming.- Männerbildung.- Eltern-und Familienbildung.- Weiterbildung von Strafgefangenen.- Weiterbildung von Migranten.- Alphabetisierung/Grundbildung als Aufgabengebiet der Erwachsenenbildung.- Weiterbildung von Arbeitslosen.- Personalentwicklung und Arbeitnehmer.- Innovative Personalpolitik – der Beitrag der betrieblichen Weiterbildung.- Weiterbildung von Führungskräften.- Lehren und Lernen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.- Didaktik der Erwachsenenbildung – Weiterbildung als offenes Projekt.- Programmplanung und -organisation.- Angebotsplanung und -gestaltung.- Mediengestützte Lehr-, Lern- und Trainingsansätze für die Weiterbildung.- Evaluation und Evaluationsforschung.- Wissensmanagement und Weiterbildung.-Informationsmaterialien.- Kommentierte Internetquellen zum Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung.


Lehren und Lernen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung (S. 973-974)

Didaktik der Erwachsenenbildung – Weiterbildung als offenes Projekt

Es gibt bislang keine allseits bekannte und bewährte Didaktik als Lehre vom Lehren und Lernen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung (EB/WB). Das verwundert nicht, ist doch der Begriff der Didaktik vor allem schulpädagogisch signiert und getauft. Didaktisches Denken und Handeln (Didaktik: von griech. didáskein, aktiv: lehren, passiv: lernen, substantivisch: Lehre, Unterricht, Schule, adjektivisch: lehrbar) hat in der praktischen Ausbildung angehender Lehrer an öffentlichen Schulen seine feste Verankerung.

Bei staatlicher Lehrplanhoheit wird von Lehrern erwartet, dass sie die in Lehrplänen und Richtlinien politisch vorgegebenen Erziehungsziele und -inhalte des öffentlichen Schulwesens als prinzipiell sinnvoll anerkennen, sich um die Auswahl, die Auslegung und Entfaltung ihres Bildungssinns bemühen und sich für ihr optimales Gelerntwerden verantwortlich wissen. Didaktiker sollen dies intensiv unterstützen, indem sie zum einen für die alters- und situationsgemäße Auswahl und Reduktion der Lerninhalte wissenschaftlich-sachliche wie pädagogisch legitimierte Hinweise geben.

Zum anderen sollen sie die unübersehbare Vielfalt der für erfolgreiches Lernen wichtigen methodischen, sozialen, emotionalen und gruppendynamischen Bedingungen auf einige wenige unterrichtswirksame Faktoren reduzieren und diese in einen in der Schulpraxis realisierbaren Bezug zueinander setzen. Vor weitaus mehr als 40 Jahren entwickelten vor allem Wolfgang Klafki (bildungstheoretische Didaktik) und Paul Heimann und Wolfgang Schulz (lerntheoretische Didaktik) Prototypen komprimierter Didaktik-Modelle im Rahmen der Lehrerausbildung an den Pädagogischen Hochschulen Hannover und Berlin (vgl. Blankertz 1969).

Sie erarbeiteten für die Unterrichtsbeobachtung inklusive Analyse von Unterricht didaktische Fragen und Gesichtspunkte, die vor allem auch für die Unterrichtsvorbereitung (Unterricht als Realisierung didaktischer Planung) normatives Gewicht gewannen. Aus ihren Konzepten entwickelten sich in Zellteilung und konkurrierender Neuproduktion eine Fülle heute nebeneinander in Geltung stehender ,Didaktischer Modelle‘ (vgl. Gudjons et al. 1991).

Sie erweisen sich für die zweite Ausbildungsphase angehender Lehrer, das Referendariat in staatlichen Studienseminaren, als in doppelter Hinsicht funktional: Die Referendare werden strikt aufgefordert, sich in ihren schriftlichen Unterrichtsentwürfen an die für sie verbindlich erklärten ,Didaktischen Modellen‘ als Konstruktionsleitfaden für antizipierte Unterrichtsverläufe zu halten. Zugleich dienen dieselben ‚Modelle’ den kontrollierenden Mentoren und Fachleitern des Studienseminars als grif? ger Maßstab, um das Verhältnis von geplantem und tatsächlich zustande gekommenem Unterrichtsgeschehen zu bewerten.

Haben die Lehrer ihre Staatsexamen hinter sich, sehen sie sich nicht mehr an diese didaktischen Normvorstellungen gebunden und entwickeln ihren je eigenen praktikablen Stil der Unterrichtsvorbereitung und -durchführung.


Dr. Rudolf Tippelt ist Professor für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung am Institut für Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Dr. Aiga von Hippel ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.



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