Yates | Verführt vom besten Freund | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2030, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Yates Verführt vom besten Freund

E-Book, Deutsch, Band 2030, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2082-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)



Anna ist verzweifelt. Für eine Charity-Veranstaltung braucht sie dringend ein Date. Aber dafür muss sich die burschikose Mechanikerin erstmal in eine sexy Frau verwandeln. Nur einer kann ihr helfen: ihr bester Freund Chase McCormack. Der Rancher kennt sich aus mit Frauen. Die Sache hat nur einen Haken: Anna war schon immer verrückt nach Chase, hat ihr Verlangen bisher aber erfolgreich unterdrückt. Jetzt wird aus ihrer Freundschaft plötzlich brennende Leidenschaft. Aber ist Anna für den Playboy mehr als nur eine bedeutungslose Affäre?
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1. KAPITEL Ich könnte ihnen den Hals umdrehen, dachte Anna Brown, als sie Ace’s Bar betrat. Ach, die Einladung ist für zwei? Du weißt aber schon, dass du nicht deinen Schraubenschlüssel mitbringen kannst? Für diese dämliche Bemerkung hätte sie Daniel, einem ihrer Brüder, am liebsten eine saftige Ohrfeige verpasst. Anna hatte sich so geschmeichelt gefühlt, als die Einladung zu der Wohltätigkeitsgala, die die Familie West jedes Jahr ausrichtete, ins Haus flatterte. Doch ihre Begeisterung hatte einen gewaltigen Dämpfer bekommen, nachdem ihre älteren Brüder Daniel und Mark Wind von der Sache bekommen hatten. Unter großem Gelächter überlegten sie, was alles passieren müsste, ehe sich irgendein männliches Wesen bereit erklären würde, ihre Schwester zu diesem Event zu begleiten. Offenbar hielten sie die Vorstellung, dass Anna ein Date haben könnte, für den Witz des Jahrhunderts. Klar finde ich jemanden, der mich begleitet, ihr Blödmänner! Wollen wir wetten? Warum nicht? Es geht um euer Geld. Obwohl Anna fürchterlich gekränkt war, hatte der Spott der beiden ihren Ehrgeiz angestachelt. Jetzt, eine Stunde später, spürte sie allerdings bloß noch die Demütigung und war völlig verunsichert. Darauf zu wetten, dass sie in der Lage war, ein Date an Land zu ziehen – wie peinlich war das denn? Außerdem war sie, ehrlich gesagt, keineswegs sicher, ob sie die Wette gewinnen konnte. Ihr letztes Date lag so lange zurück, dass es kaum noch zählte. Sie war nicht mal sicher, ob die schnelle Nummer mit Corbin Martin im sprichwörtlichen Heu überhaupt als Date durchging. Und es war bei diesem einen Mal geblieben. Gleich am nächsten Tag in der Schule hatte sich Anna nämlich bei ihrem besten Freund Chase über Corbins eher dürftige „Ausstattung“, beklagt und Corbins Selbstbewusstsein damit einen herben Schlag versetzt. Die Premiere war gleichzeitig ihre Abschiedsvorstellung gewesen. Vielleicht wäre es nicht so gekommen, wenn die Kerle nicht solche Jammerlappen wären. Vielleicht hätte Anna heute eine ganz andere Einstellung zu Sex, wenn Corbin ihr damals bewiesen hätte, dass die Sache die Aufregung wert war. Hatte er aber nicht. Also hatte Anna ihre Meinung nicht geändert. Jetzt aber brauchte sie ein Date. Zielstrebig steuerte sie den Tisch an, an dem sie freitagabends normalerweise mit Chase und meist auch seinem Bruder Sam abhing. In der schummrigen Beleuchtung erkannte sie zwar, dass dort schon jemand saß, konnte aber nicht ausmachen, um welchen der McCormacks es sich handelte. Lass es Chase sein, flehte sie im Stillen, denn eine Unterhaltung mit Sam empfand sie selbst nach all den Jahren immer noch als Schwerstarbeit. Reden war einfach nicht Sams Ding. Als sie näher kam, hob der Mann den Kopf. Mist! Es war Sam. Wie üblich starrte er griesgrämig in sein Bier. Von Chase keine Spur. Anna ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Hi! Harter Tag?“ „Wie immer.“ „Verstehe.“ Das Gute bei Sam war, dass Anna sicher sein konnte, dass es nicht an ihr lag, wenn die Unterhaltung nicht so recht in Schwung kam. Während sie überlegte, ob sie sich einen Drink an der Theke holen oder warten sollte, bis jemand kam, um ihre Bestellung aufzunehmen, sah sie sich um. Ihr Blick blieb an einem Mann mit schwarzem Cowboyhut hängen. Sein Gesicht lag im Schatten, aber die Frau, die vor ihm stand, himmelte ihn an, als wäre er die Erfüllung all ihrer Wünsche. Auch Anna konnte die Augen kaum abwenden: breite Schultern, breite Brust, Hände von der Sorte, bei der Anna schon mal ins Grübeln geriet, ob es sich nicht doch lohnen könnte, der Sache mit dem Sex eine zweite Chance zu geben. Er lehnte lässig an der Wand, und als er etwas sagte, geriet die kleine Blondine vor Aufregung ganz aus dem Häuschen. Wie sich das wohl anfühlt, überlegte Anna, wenn ein Kerl nur Augen für dich hat? Wenn dich ein Mann als Sexobjekt betrachtet anstatt als Saufkumpan? Einen kurzen Augenblick lang beneidete sie die Frau. Die hatte sicher kein Problem, ein Date zu finden. Hundertpro wusste die auch, was man zu einer schicken Party anzog und wie man sich dort benahm. Und wie sie sich verhalten sollte, wenn ihr Begleiter sie nach der Party zu sich nach Hause einlud. Ihr wäre das nicht peinlich; sie würde deshalb auch keine Witze reißen oder albern herumkichern, wenn er zur Sache kam. Bei einem Kerl wie dem da drüben würde vermutlich nicht mal Anna kichern. Muskeln wie Stahl und dann dieses Lächeln. Ein Blick aus diesen gefährlich glitzernden Augen, und Anna würde … Keine Ahnung. So weit reichte Annas Vorstellungskraft einfach nicht. Trotzdem war ihr auf einmal gut warm geworden. Doch schon im nächsten Moment lief es ihr eiskalt den Rücken hinunter. Der Typ schob den Hut in den Nacken und drehte den Kopf ein wenig zur Seite, sodass das Licht der Deckenlampe auf sein Gesicht fiel. Aus der Fantasiegestalt wurde ein Mann aus Fleisch und Blut, und Anna fiel aus allen Wolken, als ihr klar wurde, wen sie da angeschmachtet hatte: keinen anderen als Chase McCormack, ihren allerbesten Freund und Kumpel, den Mann, für den sie sich Gefühle unterhalb der Gürtellinie jahrelang eisern abtrainiert hatte. Sie blinzelte ein paarmal panisch, ballte die Hände zu Fäusten und versuchte die Schmetterlinge, die hektisch in ihrem Magen herumflatterten, wieder einzufangen. „Ich hole mir einen Drink“, sagte sie zu Sam. Und werde mit Ace ein Wörtchen über die miserable Beleuchtung hier drinnen reden. Ihr Herz klopfte immer noch wie verrückt, als sie sich von Ace ein Pale Ale zapfen ließ. Und als eine tiefe Stimme hinter ihr sagte: „Mach bitte zwei draus“, setzte es für den Bruchteil einer Sekunde vollständig aus. Anna fuhr herum und starrte auf Chase’ Brustkorb. Eigentlich war sie diesen Anblick gewohnt, aber heute stand Anna wegen der überraschenden Einladung und ihrer idiotischen Brüder irgendwie neben sich. „Ein Pale Ale?“ Sie trat einen Schritt zurück, um ihm ins Gesicht sehen zu können. Auch diesen Anblick sollte sie eigentlich gewohnt sein. Chase’ Züge waren außergewöhnlich symmetrisch. Er hatte eine markante Kieferpartie, eine gerade Nase, dichte Augenbrauen und dunkle Augen, die einen so eindringlich musterten, dass es fast schon unanständig war. Sie bohrten sich förmlich durch die Kleidung. Nicht dass Chase sich dafür interessierte, was Anna unter den Klamotten zu bieten hatte. Nicht dass Anna das irgendwie erstrebenswert gefunden hätte. So einfältig war sie nicht. „Seit wann trinkst du Pale Ale?“ Im Grunde konnte es ihr egal sein, was er trank. Es ging ihr nur darum, sich selbst daran zu erinnern, wen sie vor sich hatte und dass sie diesen Mann besser kannte als sich selbst. Und darum, nicht mehr an den Anflug von geistiger Umnachtung von vorhin denken zu müssen. „Ich gehe heute voll auf Risiko.“ Wenn er lächelte, hob sich nur einer seiner Mundwinkel. Das zerstörte zwar die Symmetrie, die Anna gerade noch bewundert hatte, aber irgendwie machte es ihn noch attraktiver. „Blödsinn! Bungee-Jumping an den Multnomah-Fällen, das ist Risiko, aber mal die Biersorte wechseln? Nee, McCormack!“ „Seit wann kennst du dich mit Risiko aus?“ „Ich kenne mich auf einigen Gebieten aus. Bier und Motoröl gehören zu meinen Spezialitäten.“ „Dann lasse ich mich natürlich gerne eines Besseren belehren.“ „Dein Glück. Ich bin heute nämlich richtig mies drauf.“ Anna beugte sich über den Tresen, um Ace beim Zapfen zu beobachten. „Was ist eigentlich los mit dir? Wieso hast du die vollbusige Blondine stehen gelassen?“ Sein Lachen vibrierte in Annas Brust und verteilte sich in kleinen Wellen über ihre ganze Wirbelsäule. „Kein Interesse.“ „Für mich sah das aber ganz anders aus.“ „Tja.“ „Du bist ganz schön sprunghaft.“ Er sah sie ein bisschen zu direkt an. „Raus damit! Welche Laus ist dir heute über die Leber gelaufen?“ „Ach, es ist doch immer dasselbe.“ „Ärger mit deinen Brüdern?“ „Du hast es erfasst.“ Ace stellte ihnen die gefüllten Gläser hin. „Das geht auf ihn“, sagte Anna und deutete auf Chase. Ace grinste sie ihn. „Siehst gut aus, Anna.“ „Nicht anders als sonst“, erwiderte sie mit einem Blick auf das verwaschene graue T-Shirt und die verblichene Jeans. „Sag ich doch“, sagte Ace und blinzelte ihr zu. Ace sah ganz schnuckelig aus auf seine bärtige, flanellhemdsärmelige Art, fiel Anna auf. Ob er vielleicht …? Andererseits hatte er als Barbesitzer natürlich die freie Auswahl unter den weiblichen Gästen, also verwarf sie den Gedanken so schnell, wie er gekommen war. Chase reichte ihr ein Glas, und Anna nahm es, sorgfältig darauf bedacht, seine Finger nicht zu streifen. Vorsichtsmaßnahmen dieser Art waren ihr zur zweiten Natur geworden. Seit der Pubertät hatte sie sich darauf getrimmt, sich nicht anmerken zu lassen, dass sie schon unter Strom stand, wenn Chase nur in ihre Nähe kam. „Komm, wir leisten Sam Gesellschaft“, schlug sie vor. „Er sieht einsam aus.“ Chase lachte. „Du weißt genau, dass er am liebsten seine Ruhe hat. Wenn ich ihn nicht gezwungen hätte herzukommen, säße er immer noch zu Hause. Irgendwann wird er noch mit den Möbeln verschmelzen.“ Sie gingen zum Tisch zurück, und Chase quetschte sich neben seinen Bruder auf die Bank. „Wir haben gerade gesagt, dass du bald ein...


Yates, Maisey
Schon von klein auf wusste Maisey Yates ganz genau, was sie einmal werden wollte: Autorin. Sobald sie mit einem Stift umgehen und ihre erste Worte zu Papier bringen konnte, wurde sie von der Leidenschaft fürs Schreiben gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen. Von da an konnte nichts und niemand Maisey mehr vom Schreiben abhalten. Niemand? Als Maisey ihren absoluten Traummann und späteren Ehemann traf, eroberte dieser ihr Herz im Sturm und die schriftstellerischen Ambitionen rückten ein wenig in den Hintergrund. Doch als Maisey schwanger mit ihrem zweiten Kind war, las sie ihren allerersten Liebesroman – dies veränderte alles. Wusste Maisey schon immer, dass sie Autorin werden wollte, so war sie doch bisher ziemlich ratlos, was und über welche Themen sie schreiben sollte. Aber jetzt verliebte Maisey sich auf Anhieb in das Genre Romance. Sofort wusste sie, das ist es, was sie schreiben will. Zu ihren Lieblingsautorinnen zählen Penny Jordan, Miranda Lee und Lynne Graham.Ihr Lebensmotto, das sowohl in der Liebe wie auch im Leben eine Portion Humor unverzichtbar ist, spiegelt sich auch in ihren Romanen wider. Maisey Yates liebt es, wenn sich ihre Helden lustige Wortgeplänkel liefern. Zusammen mit ihrem Mann – der sich im Übrigen nicht davor scheut, Windeln zu wechseln – und den drei gemeinsamen Kindern lebt Maisey Yates in Oregon.


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